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Auf den Spuren von Nia Künzer

Mädchenfußball Auf den Spuren von Nia Künzer

Die „Fans“ von Bärenbach- und Südschule lieferten sich am Dienstag in der Bärenbachhalle ein Duell im Anfeuern, während sich die Mitschülerinnen auf dem Feld im Fußball maßen.

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Torchancen waren alles andere als Mangelware bei einem Show-Spiel.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. „Du spielst wie ein Mädchen – einst hatte diese Aussage eine ganz andere Bedeutung“, sagte Jasmin Ahlgrimm, die stellvertretende Leiterin der Grundschule I. Inzwischen sei der Satz indes ein Lob, schließlich hat sich die Nationalmannschaft mit Welt- und Europameistertiteln zu einer echten Fußballgroßmacht entwickelt.

Inzwischen hat der Mädchenfußball auch in Stadtallendorf Einzug gehalten: An Bärenbach- und Südschule gibt es seit Neuestem zwei AGs mit rund 40 Drittklässlerinnen, der maximalen Teilnehmerzahl. Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport ist Träger des vorerst drei Jahre laufenden Projektes „Bunter Mädchenfußball“, dessen Ziel es ist, Mädchen mit Migrationshintergrund in den Vereinssport zu integrieren.

Die Teilnehmerinnen finden das Projekt gut: „Ich liebe Fußball. Seit mein Bruder Hakan damit angefangen hat, bin ich davon begeistert“, freute sich Seline Gül (9) über die neue Möglichkeit. „Ich hatte bisher nie Fußball gespielt, aber es macht Spaß“, kommentierte Hafsa Tüfek (8). Sara Ezer (9) hat zwar bereits Erfahrung mit Fußball, „aber der Platz, auf dem wir immer spielen, ist gesperrt worden – daher ist es schön, dass wir nun eine neue Möglichkeit geboten bekommen haben.“

Mit Begeisterung interviewten die Kinder am Dienstag ihren Ehrengast: Nia Künzer, die bei der Weltmeisterschaft 2003 im Endspiel das Golden Goal gegen Schweden geköpft hatte, stand ihnen Rede und Antwort. Unter anderem berichtete die 34-malige Nationalspielerin von dem Gefühl, Weltmeisterin zu sein: „Das ist so ähnlich, wie wenn Ihr hier ein Tor schießt – nur noch ein bisschen besser, weil man die beste Mannschaft der Welt ist.“

von Florian Lerchbacher

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