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Auf den Spuren Heinrich Röders

Bürgermeisterwahl in Rauschenberg Auf den Spuren Heinrich Röders

Nach der Wahlentscheidung am Sonntagabend hagelte es Lob und Vorschusslorbeeren für Rauschenbergs künftigen Bürgermeister Michael Emmerich (CDU).

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Kollektive Freude bei Familie Emmerich: Wahlsieger Michael Emmerich umarmt seinen Sohn Janne, seine Frau Kerstin (verdeckt) herzt ihren Schwiegervater Peter Emmerich. Foto: Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Rauschenberg. Gleichzeitig gab es Respekt und Anerkennung für den knapp unterlegenen Gegenkandidaten Michael Vaupel (Bündnis 90/ Die Grünen.

„Wir freuen uns auf die konstruktive Zusammenarbeit mit Michael Emmerich“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Thamke, der zugleich großes Lob für Michael Vaupel und dessen Wahlkampfführung fand, die durchaus nachahmenswert sei. Markus Heeb, im ersten Wahlgang unterlegener SPD-Kandidat, der wie Michael Emmerich in Burgholz aufgewachsen ist, sagte. „Ich freue mich, dass es ein Burgholzer geschafft hat, in der Nachfolge von Heinrich Röder Bürgermeister zu werden. Es muss ja nicht der letzte Burgholzer gewesen sein, dem das gelingt“, verriet er indirekt, dass das Thema Bürgermeister-Kandidatur aus seiner Lebensplanung noch nicht gestrichen hat.

„Ich freue mich riesig für Michael Emmerich. Er hat einen tollen Wahlkampf gemacht und ist für mich die Idealbesetzung eines Bürgermeisters“, erklärte der Amöneburger Stadtverordnetenvorsteher und stellvertretende Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Marburg-Biedenkopf, Stefan Heck.

Das Rauschenberger Stadtparlament werde gut mit Michael Emmerich zusammenarbeiten, versicherte Stadtverordnetenvorsteher Norbert Ruhl (FBL). Nach Überzeugung des Brachters wurde die knappe Wahl in seinem Ort zu Gunsten von Michael Emmerich entschieden.

FBL-Fraktionschef Manfred Hampach betonte die Neutralität der Freien Bürger-Liste. „Wir haben von Anfang an gesagt: Wir sind offen für die Bewerber Emmerich, Heeb und Vaupel“, sagte Hampach. Ob die Rauschenberger richtig gewählt haben, werde sich erst in den kommenden sechs Jahren zeigen.

„Wir können mehr, alsnur Opposition zu sein“

„Ich bin enttäuscht“, bekannte der Grünen-Stadtverordnete Frank Riedig, der Emmerichs Wahlsieg neidlos anerkannte. „Für uns wäre es anders herum natürlich besser gewesen. Mit einem Grünen-Bürgermeister Michael Vaupel hätten wir zeigen können, dass wir mehr können, als nur Opposition zu sein“, sagte Riedig.

Grünen-Fraktionschef Stefan Seibert sprach nach dem aufregenden Wahlabend von einem Wechselbad der Gefühle. „Nach dem Schwabendorfer Ergebnis hatten wir auf die Wende gehofft, aber dann hat es nicht ganz gereicht. Schwer zu sagen, warum Michael Vaupel so knapp gescheitert ist; vielleicht lag es an der niedrigeren Wahlbeteiligung in der Kernstadt“, mutmaßte Seibert. Seine Partei akzeptiere das Ergebnis und gratuliere Michael Vaupel, der mit seiner Persönlichkeit ein sehr gutes Ergebnis erzielt habe.

Das unterstrich auch Bürgermeister Manfred Barth (parteilos), der am 31. März 2013 nach 18 Jahren aus dem Amt scheiden wird. Er hoffe, dass Michael Vaupel über den Tag des Amtswechsels hinaus mit seinen Fähigkeiten der Stadt als ehrenamtlicher Mandatsträger erhalten bleibe. Vaupel selbst hatte am Wahlabend seine politische Zukunft über diesen Tag hinaus zunächst offengelassen.

Für den Bürgermeister war die Wahl das letzte große Ereignis seiner Amtszeit. Am ersten Wahltag am 7. Oktober sei ihm dies auch sehr bewusst geworden; Wehmut habe sich seiner bemächtigt, bekannte Barth. Schließlich sei Bürgermeister zu sein nicht irgendein Job, sondern eine große Aufgabe, der er sich immer mit großer Freude gestellt habe. „Aber ich habe es selber so gewollt und freue mich jetzt auf mein Leben danach“, sagte er vor den gut 400 Besuchern der gemeinsamen Wahlparty der Stadt und der OP.

Der Abschied falle ihm nicht allzu schwer, da er seit drei Wochen wisse, dass er den Rathaus-Schlüssel in gute Hände lege. Er freue sich darauf, den Übergang mit Michael Emmerich geräuschlos zu gestalten.

Der künftige Bürgermeister war gestern noch „erfüllt von großer Freude“ und verbrachte einen ruhigen freien Tag in Josbach. Noch am Wahlabend hatte er mit Thorsten Thamke, Manfred Hampach und Michael Vaupel über die künftige Arbeit gesprochen. Er freue sich auf eine sachliche Zusammenarbeit mit allen Fraktionen, sagte Michael Emmerich gestern der OP.

von Matthias Mayer

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