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Auch Neustadt muss Etatloch stopfen

Höhere Kindergarten-Gebühren Auch Neustadt muss Etatloch stopfen

Auch in Neustadt sind höhere Kindergarten-Gebühren erforderlich. Eine Entscheidung fällt nach den Ferien.

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Für die Kinderbetreuung in Neustadt müssen Eltern mehr zahlen. Dieses Bild entstand im Kindergarten Sterntaler. Archivfoto

Neustadt. Gegenüber anderen Städten und Gemeinden sei die Stadt Neustadt mit einer Erhöhung der Kindergarten-Gebühren von fünf bis sechs Prozent noch moderat, erklärte Bürgermeister Thomas Groll in der Sitzung des Stadtparlaments am Montag. Die neue Gebührensatzung sei den Leiterinnen der Kindertagesstätten und den Elternbeiräten schon vorgestellt worden. Jetzt hätten sich die zuständigen Ausschüsse damit zu beschäftigen. Groll hofft, dass die Satzung und damit die Gebührenerhöhung zum 1. Januar nächsten Jahres in Kraft tritt.

Aus Sicht von Groll ist die Gebührenerhöhung nötig, um zu verhindern, dass das Defizit bei der Kinderbetreuung weiter ansteigt. „Außerdem kommen die Erhöhungen durch die Einführung zusätzlicher Betreuungsangebote und flexibler Nutzungsformen zustande. Die Einführung des Mittagessenangebotes im Kindergarten Sterntaler war ebenfalls zu berücksichtigen“, heißt es in der Magistratsvorlage.

Die Anhebung der Gebühr für das Mittagessen wird notwendig, da die Bezugskosten und die Kosten für die Bereitstellung und Reinigung des Geschirrs durch die bisherige Gebührenhöhe nicht länger gedeckt waren. So soll das künftige Gebührenmodell an den Neustädter Kindergarten ab nächstem Jahr aussehen, wenn es das Stadtparlament entsprechend beschließt:

Die Benutzungsgebühren für das zweite Kind einer Familie reduziert sich bei den geplanten Umstellungen in der Gebührensatzung auf 60 Prozent, wenn beide Kinder gleichzeitig den gleichen Kindergarten benutzen.

Im Kindergarten „Regenbogen“, Allee, ist eine Betreuung von 7 bis 16 Uhr möglich. Für die Betreuung während der ganzen Zeit beträgt die Gebühr monatlich 141 Euro für Kinder von 3 bis 6 Jahren und 177 Euro für Kinder unter 3 Jahren. Bei halbtägiger Betreuung oder nur Nachmittagsbetreuung verringern sich die Gebühren. Die Betreuung von Grundschulkindern ist ebenfalls in dem ganzen Zeitraum möglich und kostet beispielsweise von 13 bis 16 Uhr 60 Euro monatlich.

Im Kindergarten „Sonnenschein“, Eichsfelder Straße ist eine Betreuung von 7.30 bis 15 Uhr möglich und kostet 123 Euro monatlich für Kinder über 3 Jahre und 159 Euro für Kinder unter 3 Jahren.

Im Kindergarten „Sterntaler“, Stadtteil Mengsberg wird eine Betreuung von 7.30 bis 14 Uhr angeboten. Für die ganze Zeit entstehen hier Kosten von 108 Euro monatlich für Kinder über 3 Jahren und 144 Euro für Kinder unter 3 Jahren.

Im Kindergarten „Zwergenstübchen, Stadtteil Speckswinkel, werden Kinder von 7.30 bis 13.30 betreut. Der Betrag dafür beläuft sich zukünftig auf 102 Euro monatlich für Kinder über 3 Jahre.

Das Verpflegungsgeld wird 1. Januar einheitlich auf 3,10 Euro pro Tag für das Mittagessen festgesetzt. Hinzu kommt eine Versorgungspauschale die sich je nach Betreuungszeit und Kindergarten monatlich zwischen 1,60 und 3,50 Euro bewegt.

von Klaus Böttcher

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