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„Asphaltsee“ wird weggebaggert

Bauarbeiten am Bahnhof „Asphaltsee“ wird weggebaggert

Vor dem Kirchhainer Bahnhof tut sich was. Seit Montag sind dort alle Straßen voll gesperrt.

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Der Kirchhainer Bahnhofsvorplatz gehört derzeit den Baggern. Hier nimmt ein Baggerführer herausgebrochene Asphalt-Placken in die Schaufel seiner Baumaschine. Die Tage der ehemaligen Güterabfertigung (kleines Foto) sind gezählt. Am 7. September beginnt de

Kirchhain. Alle Arbeiten zur Erneuerung von Kanal und Wasserleitungen vor dem Bahnhof wurden pünktlich zum Ende der Sommerferien abgeschlossen. Seit Montag gehört der Bahnhofsvorplatz den Straßenbauern. Ihre Aufgabe: Sie sollen die unübersichtlich große Fläche zwischen Fußgängerzone und Bahnhofsgebäude, die im Volksmund „Kirchhainer Asphaltsee“ genannt wird, in eine klar strukturierte Verkehrsführung verwandeln.

Ein Minikreisel soll die direkt nebeneinander gelegenen Einmündungen von Römerstraße, Brückenstraße und Feldweg entschärfen. Zudem soll Platz für eine gestaltete Aufenthaltsfläche am Empfangsgebäude geschaffen werden. Noch finden sich Reisende, die das Bahnhofsgebäude verlassen, unvermittelt auf der Straße wieder. Anpflanzungen von Bäumen sollen das Entree zur Stadt freundlicher gestalten.

Kirchhains Bauamtsleiter Volker Dornseif sieht die Arbeiten im Zeitplan. Am Montagabend hatte er für die Mitglieder des Kirchhainer Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr zwei positive Nachrichten:

n Das Ausschreibungsergebnis für die Straßenbauarbeiten liegt deutlich unter dem Etat-Ansatz. Das erlaubt es der Stadt, einige vor 2013 geplante Arbeiten vorzuziehen. n Die Stadt Kirchhain ist in das Programm der Rahmenvereinbarung des Landes Hessen mit den Verkehrsverbünden und der Deutschen Bahn zur Modernisierung der Bahnhöfe aufgenommen worden. Damit besteht eine gute Chance für eine barrierefreie Erschließung des Kirchhainer Inselbahnsteigs. Die Planungen dazu sollen, so Volker Dornseif, im kommenden Jahr beginnen, Während gestern eine Baufirma mit Hilfe zweier Bagger dem „Asphaltsee“ zur Leibe rückte, wird sich auch auf der Gleis-Seite des Bahnhofs in Kürze einiges tun. Wie Dornseif berichtete, wird die Bahn noch im August die drei Fahrleitungsmasten, die noch auf dem nun in städtischen Eigentum befindlichen Bahn-Areal stehen, abbauen und an die Gleistrasse verlegen. Erst danach kann mit dem Abriss der ehemaligen Güterabfertigung begonnen werden. Noch steht ein Fahrleitungsmast mitten im verwaisten Güterschuppen.Die Abbrucharbeiten sollen sich laut Dornseif vom 7. September bis zum 29. September hinziehen. Die verhältnismäßig lange Zeitspanne begründete der Bauamtsleiter mit der Verpflichtung der Stadt, nutzbare Teile der Gebäude zu recyclen. So werden die Mauerreste geschreddert und als Baumaterial für den neuen Busbahnhof genutzt. Dessen Gesamtkosten bezifferte Dornseif auf 1,88 Millionen Euro. Für den neue Busbahnhof erhält die Stadt 1,352 Millionen Euro Fördergelder.

von Matthias Mayer

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