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Ostkreis Arbeitskreis weiß nicht weiter
Landkreis Ostkreis Arbeitskreis weiß nicht weiter
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21:03 28.12.2009
Momberger wollen Geld für die Backhaus-Sanierung umwidmen und kritisieren die Denkmalpflege.

Momberg. Einen Monat ist es her, dass in Momberg eine längere Sitzung stattfand, in der sich alles um die Zukunft des alten Backhauses drehte. Mitglieder einer Arbeitsgruppe, der sich mit dem Thema beschäftigte, diskutierten mit Bürgermeister Thomas Groll, den für die Dorferneuerung zuständigen Mitarbeitern des Landkreises und Dr. Bernhard Buchstab, dem Bezirkskonservator des Landesamtes für Denkmalpflege Marburg, über den alten Backsteinbau in der Dorfmitte.

Buchstab stellte sowohl Abriss wie auch Rückbau des Sorgenkindes des Neustädter Stadtteils außer Frage. Buchstab zur Seite sprang der ehemalige Ortsvorsteher Reinhold Lotter, der sich für eine Sanierung und die anschließende Nutzung zum Backen aussprach. Die anderen Mitglieder der Diskussionsrunde hielten diesen Vorschlag allerdings aufgrund von mangelndem Interesse am Backen oder der fehlenden Lagermöglichkeiten der Backwaren für nicht realisierbar.

Die Arbeitsgruppe Backhaus ist nun laut Horst Helfenritter zur Entscheidung gekommen, dass sie das in der Dorferneuerung für die Sanierung eingeplante Geld umwidmen möchten, weil es nach Beratungen keine sinnvolle Nutzung für das Gebäude gebe. Entsprechend sollten die von Experten veranschlagten 240 000 Euro in die Umgestaltung des Dorfgemeinschaftshauses, das Christopherus-Denkmal, die Dreschplatzgestaltung sowie in Begrünungen und die Verkehrsberuhigung fließen.

Falls es keine Idee für die Nutzung des Gebäudes gebe, hatte Buchstab vorgeschlagen, das Geld so zu verwenden, dass das alte Backhaus für kommende Generationen bewahrt werden könne. „Das heißt nichts anderes, als weiter Geld für unbegrenzte Zeit zum Fenster rauszuwerfen“, sagt Helfenritter und holt zur Kritik aus. Angesichts der Schulden von Kommunen, Ländern und Bund dürfe Geld für die Sanierung und später für die Unterhaltung nicht herausgeworfen werden.

von Florian Lerchbacher

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Dienstagsausgabe der OP.

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