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"Anzeiger Extra" ersetzt Bären-Bote

Informationsschrift "Anzeiger Extra" ersetzt Bären-Bote

Der Bären-Bote gehört der Geschichte an. Städtische Informationen sind ab September Bestandteil des "Anzeiger Extra", den Bürger immer mittwochs kostenlos in ihrem Briefkasten finden.

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Im Mai erschien der Bären-Bote zum letzten Mal. Ab September erscheinen im „Anzeiger Extra“ Informationen der Stadt Stadtallendorf sowie von Vereinen und Verbänden.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Im Mai erschien der Bären-Bote zum letzten Mal. Auf der Suche nach einer Nachfolgelösung für eine „städtische Informationsschrift“ sind die Stadtallendorfer fündig geworden. Die Stadtverordneten beschlossen einstimmig, die Aufgaben in erfahrene und bewährte Hände zu legen: Sie entschieden sich für eine Zusammenarbeit mit der HITZEROTH Druck und Medien GmbH & Co. KG - deren Flaggschiff natürlich die Oberhessische Presse ist. Ab September sind in der kostenlosen Zeitung „Anzeiger Extra“ rund vier Seiten für Stadtallendorf reserviert: Neben der Stadt haben Vereine, Organisationen und Bürger die Möglichkeit, ihre Informationen kostenlos einzustellen.

Die Stadt hatte im Vorfeld mit vier Druckereien, beziehungsweise Verlagen, gesprochen - und von dreien Angebote erhalten. Das der HITZEROTH Druck und Medien GmbH sei das wirtschaftlichste, betonte Bürgermeister Christian Somogyi in der Vorlage für die Stadtverordneten, in der er auch einige geplante Rubriken auflistet. So sollen auf den für Stadtallendorf reservierten Seiten im „Anzeiger Extra“ unter anderem Beiträge wie „Der Magistrat informiert“, Texte von Vereinen und Verbänden, Familienanzeigen und Bekanntmachungen erscheinen.

Erstmals soll die Stadtallendorfer „Informationsschrift“ am 6. September im „Anzeiger Extra“ enthalten sein, der kostenlos an alle Haushalte verteilt wird. Davor gibt es aber noch eine Veranstaltung, in der sich Bürger und Vereinsvertreter aus erster Hand informieren lassen können, wie sie sich das Projekt vorzustellen haben und was sie beachten müssen.

Finanzierung sorgt beim Gerätehaus für Diskussionen

- Weniger einig waren sich die Stadtverordneten bei den Planungen für das Feuerwehrgerätehaus in Stadtallendorf. Drei Optionen hatten im Vorfeld zur Wahl gestanden: Sanierung des alten Gebäudes, Abriss und Neubau an gleicher Stelle, Errichtung eines Neubaus an anderer Stelle. Eine Machbarkeitsstudie zeigte, dass der Neubau an gleicher Stelle am sinnvollsten sei. Nun soll sich der Magistrat um das Vergabeverfahren kümmern - und dabei auf Antrag der CDU auch prüfen, ob sich der Neubau auch als Projekt der öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) umsetzen lasse.

Die SPD hatte sich zwar gegen diesen Zusatz ausgesprochen, stand aber allein auf weiter Flur. Ein Feuerwehrgerätehaus sei eine wichtige Einrichtung der Infrastruktur, bei deren Bau Recht und Gesetz eingehalten und viele Vorgaben befolgt werden müssen, erklärte Werner Hesse. Seiner Meinung nach solle die Stadt sich daher lieber selber um den Neubau kümmern, statt sich das Gebäude bauen zu lassen. Klaus Ryborsch (CDU) warf ein, dass die Sozialdemokraten beim Autobahnbau ÖPP gut fänden. Straßen- und Hausbau seien zwei ganz unterschiedliche Dinge, entgegnete Hesse. Er vermutet, dass die Qualität bei ÖPP auf der Strecke bleibe: „Es ist legitim zu sparen. Man muss sich dabei aber auch fragen, wie es kommt, dass der Bau billiger sein soll.“

Spannend war auch die Diskussion zum Thema Zeit: Ryborsch dauern die Diskussionen und Planungen rund ums Feuerwehrgerätehaus viel zu lange. Manfred Thierau (Bürgerunion) indes vermutete, dass die Stadt überhastet agiere und es deswegen vermutlich keine Rücksprache mit dem Stadtbrandinspektor gegeben habe.

Somogyi betonte, dass die Architekten, die Interesse an dem Auftrag haben, informiert darüber seien, dass sie sich auch mit ÖPP auseinandersetzen sollen. Zu vermeintlichen Verzögerungen sagte er, dass immer davon die Rede gewesen sei, sich im Sommer mit den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie auseinanderzusetzen.

CDU schlägt Parkhaus für Tennishallen-Gelände vor

- Ein weiterer CDU-Antrag fand ebenfalls bei Bürgerunion, FDP und natürlich den Verfassern Zustimmung: Der Magistrat soll nun prüfen, unter welchen Voraussetzungen das Gelände der von einem Feuer massiv beschädigten Tennishalle für Parkplätze nutzbar sei. Der Magistrat soll zudem ein Konzept vorlegen, ob und in welchen Dimensionen sich ein Parkhaus errichten lasse - mit dem Ziel, für Gewerbetreibende und ansässige Dienstleister und Behörden Dauerparkplätze zu schaffen. Jürgen Berkei (CDU) gab zu, dass noch keine Gespräche mit dem Eigentümer der Halle geführt worden seien - aber der Bedarf nach Parkplätzen vorhanden sei.

Sigrid Waldheim (SPD) kommentierte, dass die Idee nicht schlecht sei - aber der Eigentümer sich selbst mit der Frage befassen müsste. Die Stadt sei jedenfalls nicht dafür zuständig, einer Privatperson die Planungen für die Zukunft abzunehmen.

von Florian Lerchbacher

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