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Ostkreis Anzefahr sucht Ortsvorsteher
Landkreis Ostkreis Anzefahr sucht Ortsvorsteher
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18:19 26.04.2016
Der neue Ortsbeirat von Anzefahr (von links und hintere Reihe) Bertram Schmitt, Reinhold Bonacker, Sebastian Rhiel, Peter Bauerbach, Efrosini Kaioglidou, Sven Röhmig und Elmar Dörr. Verabschiedet wurden (vorne von links) Hans-Christoph Nahrgang, Hausmeisterin Gudrun Schüßler und Peter Thiel. Foto: Waldhüter
Anzefahr

Wenige Minuten vor Beginn der konstituierenden Ortsbeiratssitzung am Montagabend waren die Türen des Sitzungsraums noch geschlossen. Im Flur warteten - leicht verwundert - etliche Besucher. Bis zur letzten Minute tagte der neu gewählte Ortsbeirat und nach dem Öffnen der Tür zum Sitzungsraum sprachen die Minen der sieben Ortsbeiratsmitglieder Bände.

An diesem Abend sollten der Ortsvorsteher und die anderen Amtsträger gewählt werden. Das ältestes Ortsbeiratsmitglied Peter Bauerbach leitete die Wahl des Ortsvorstehers. Als er um Vorschläge bat, kam nichts als Schweigen.

Das Gremium kam überein, zunächst die anderen Positionen zu besetzen. Es bestätigte Bertram Schmitt einstimmig im Amt des stellvertretenden Ortsvorstehers und wählte Sven Röhmig zum Schriftführer. ­Röhmig zählt wie Sebastian Rhiel zu den neuen Mitgliedern des Ortsbeirats. Der Plan: Bertram Schmitt führt kommissarisch, bis zu einem späteren Zeitpunkt ein Ortsvorsteher gewählt werden kann.

Doch genau das geht nicht, wie Kirchhains Hauptamtsleiter Dirk Lossin gestern dem Anzefahrer Ortsbeirat beschied, nachdem er zuvor eine entsprechende Rechtsauskunft beim Hessischen Städte- und Gemeindebund eingeholt hatte. Laut dieser sind die Wahlen vom Montag ungültig.

Wirklich geändert hat sich damit für den Ortsbeirat nichts. Der Ortsbeirat werde sich intensiv um einen Ortsvorsteher-Kandidaten bemühen und im Erfolgsfall eine weitere konstituierende Sitzung ansetzen, sagte Bertram Schmitt gestern der OP. Das müsse allerdings spätestens bis zum 13. Mai passiert sein. Gelinge das nicht, werde es für fünf Jahre in Anzefahr keinen Ortsbeirat geben.

Die ersten Minuten der Sitzung gehörten dem bisherigen Ortsvorsteher Peter Thiel, der sich nach 35 Jahren Kommunalpolitik, darunter 12 Jahre als Stadtverordneter und 15 Jahre als Ortsvorsteher, zurückzog. Der 67-Jährige blickte auf diese 15 Jahre zurück. Von den Zielen der Wählergemeinschaft Anzefahr seien das Neubaugebiet, die Instandsetzung der Grainersbergtreppe, die Erweiterung und Erneuerung der Straßenbeleuchtung, die Verbesserung der Verkehrssituation und der Neubau des Feuerwehrhauses verwirklicht worden, sagte Peter Thiel.

von Karin Waldhüter

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