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Andrack: „Der schönste Ort in Hessen“

Wanderung um Amöneburg Andrack: „Der schönste Ort in Hessen“

Manuel Andrack, bekannt aus der Harald-Schmidt-Show, schreibt jetzt vor allem über das Wandern. Kürzlich erschien sein Buch "Mit Kindern wandern". Am Sonntag stattete er dem Landkreis einen Besuch ab und ging mit rund 150 Wanderern auf die Amanaburch-Tour. Andrack war begeistert von Amöneburg.

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Rund 150 Wanderer machten sich unter Führung von Manuel Andrack, neben der städtischen Mitarbeiterin Birgit Gruß auf die Strecken rund um Amöneburg.

Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. Mit Sonne, azurblauem Himmel und einem wunderbar ungetrübten Blick ins Ohmtal wartete am Sonntag Amöneburg auf. Davon blieb auch Manuel Andrack nicht unberührt und zeigte sich beeindruckt vom Premiumwanderweg. „Die vielen Graspfade und diese gigantische Aussicht, das habe ich selten erlebt“, erklärte der prominente Gast im Gespräch mit dieser Zeitung. Schon die Anfahrt und der Blick auf den Vulkankegel haben ihn beeindruckt und dann auch noch dort eine moderne Stadt zu finden – da könne einem der Schwarzwald, doch glatt gestohlen bleiben: „Hier ist der schönste Ort in Hessen.“

Bundesweite Bekanntheit hatte Andrack durch seine Zusammenarbeit mit Harald Schmidt in dessen Show erlangt. In den vergangenen Jahren widmete er sich in Kolumnen und Reportagen dem Wandern. Jüngst erschien sein Buch „Mit Kindern wandern“, aus dem Andrack später einen kurzen Abschnitt las.

Die Stadt Amöneburg hatte ihn in Zusammenarbeit mit dem Landkreis, der Region Marburger Land und den Wanderpaten Friedel Graf und Hubert Neumann von den Wanderfreunden nach Amöneburg gelotst. Angeführt von Graf machten sich rund 50 Wanderer auf die zehn Kilometer lange Amanaburch-Tour.

„Wandermeister“ Andrack legte nicht die ganze Strecke zurück, sondern wurde gegen 13 Uhr wieder von rund 100 großen und kleinen Wanderern auf dem Festplatz erwartet. „Ich bin fast schon ein bisschen neidisch auf Manuel Andrack, der fürs Wandern auch noch Geld bekommt“, erklärte Bürgermeister Michael Plettenberg im Vorfeld der Familienwanderung.

Extra für die Tour war ein Bilderrätsel entwickelt worden. Birgit Gruß, Mitarbeiterin der Stadt, hatte sich Andracks Buch zum Vorbild genommen und überlegt, was Kindern beim Wandern Spaß macht. So entstand ein Bildersuchrätsel mit 14 Fragen, das auch zukünftig für Kindergeburtstage, Wandertage und für Schulklassen im Internet nutzbar bleibt. Gemeinsam mit seiner Frau Maja, seiner siebenjährigen Tochter Nika und Hündin Luna begleitete Andrack die Wanderer auf der fünf Kilometer langen Geotour „Stock und Stein“, um „den schlafenden Vulkan“ zu entdecken und das Lösungswort „Wanderglück“ zu finden.

Wanderstrecke sollte Alter des Kindes entsprechen

Wanderpate Hubert Neumann führte die Familienwanderung an und wusste an der Seite von Landrätin Kirsten Fründt viel Informatives zu berichten. 

Während der Tour erklärte Andrack, wie man Kinder zum Wandern motiviert: Nichts fasziniere sie mehr als Wasser und die Möglichkeit, auf Bäumen zu balancieren – wichtig sei aber auch die perfekte Länge der Wanderung (Formel: Lebensalter gleich Kilometer), ein Rätsel und die Einkehr zum Schluss.

In möglicher Fortsetzung soll Amöneburg erwähnt werden

Tiere, Basalt, Burg, Spielplatz, Rätsel, Wasser und am Schluss die Einkehr – all das habe er bei der Familienwanderung erlebt, freute sich Andrack und ergänzte: „Ich fände es gut, wenn die Geotour stärker als Familienweg vermarktet wird.“ Da sein Buch „Wandern mit Kindern“ gerade erst herausgekommen sei, müsse er abwarten, ob ein zweiter Teil gewünscht werde. Wenn er genügend Material für ein zweites Buche habe, dann werde er natürlich auch Amöneburg erwähnen, versprach Andrack.

Im Zwinger der Schlossruine bewirtete die Jugendfeuerwehr die Gäste und „Losfee“ Landrätin Kirsten Fründt zog die Gewinner des Bilderrätsels und machte viele junge Teilnehmer glücklich. „Viele Leute haben signalisiert, dass es ein tolles Event war, das ist der richtige Weg, um junge Familien mit Kindern zum Wandern zu begeistern“, freute sich Birgit Gruß. Mit 150 Besuchern sei der erwartete Rahmen erfüllt ­worden, erklärte Plettenberg. „Die Wanderung ist eine schöne Sache, für Kinder toll und eine tolle Werbung für Amöneburg“, freute sich Neumann.

von Karin Waldhüter

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