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An der Grundschule wird gerast

Verkehr An der Grundschule wird gerast

Das subjektive Empfinden der Menschen ist manchmal trügerisch, manchmal aber auch richtig. Das zeigt sich beim Thema Geschwindigkeitsmessung in Rauschenberg.

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Bei Probemessungen war jeder fünfte Verkehrsteilnehmer an der Brachter Grundschule zu schnell. Eine Blitzersäule soll dort Abhilfe schaffen. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Da hatten die Einwohner von Bracht vor zwei Jahren eine stationäre Blitzersäule vor den Grundschule gefordert, da dort nach ihrer Meinung viel zu schnell gefahren werde. Und die Schwabendorfer führten in diesem Jahr Klage, dass ihre frisch ausgebaute Ortsdurchfahrt von einigen Autofahrern als Rennpiste missbraucht werde. Und das ausgerechnet an der Gefahrenstelle Schulbushaltestelle/ Spielplatz.

Eine erste Probemessung hatte dann ergeben, dass Verkehrsaufkommen und Geschwindigkeitsüberschreitungen in Bracht viel zu gering für eine ständige Geschwindigkeitsüberwachung sind. Eine Nachmessung ergab jetzt jedoch ein völlig anderes Bild. Das teilte Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) im Gespräch mit dieser Zeitung mit.

Bei der ersten Messung habe das Gerät offenbar krass versagt. Statt 270 Fahrzeugen am Tag passierten bei der neuerlichen Messung täglich konstant 2000 Fahrzeuge die Brachter Grundschule - gleichmäßig verteilt auf beide Richtungen. „Und jeder fünfte Verkehrsteilnehmer fuhr deutlich zu schnell“, sagte Emmerich, der von einem erschreckenden hohen Wert sprach. Schließlich erfasse das Testgerät nur Geschwindigkeitsübertretung über 58 Kilometern pro Stunde.

Damit sei die Montage einer Blitzersäule an der Grundschule Bracht gesichert, erklärte der Bürgermeister ohne einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. Für Schwabendorf sieht Michael Emmerich dagegen schwarz. Die Probemessungen dort hätten nur eine geringe Zahl von Geschwindigkeitsübertretungen ergeben. Deshalb sei bislang keine der Aufstellerfirmen bereit gewesen, ein Angebot für den Standort Schwabendorf abzugeben.

Damit bleibt es in Rauschenberg bei einer bestehenden (Kernstadt, Bahnhofstraße) und zwei geplanten Blitzersäulen. Die dritte Säule soll an der Bundesstraße 3 in der Nähe der oberen Ortseinfahrt von Josbach aufgebaut werden. „Dort stehen Häuser direkt an der B 3. Deren Bewohner müssen geschützt werden“, baut der mit seiner Familie im Stadtteil Josbach lebende Bürgermeister etwaigen Abzocke-Vorwürfen vor.

Gleichwohl wird von der ständigen Geschwindigkeitsüberwachung im Rauschenberger Stadtsäckel etwas hängen bleiben. Für den Haushaltsentwurf 2014 kalkuliert der Kämmerer mit Einnahmen in Höhe von 150000 Euro.

von Matthias Mayer

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