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Amöneburger setzen auf eigene Kräfte

Martinsumzug Amöneburger setzen auf eigene Kräfte

Hunderte kleine und große Besucher erleuchteten am Donnerstagabend mit ihren Laternen und Fackeln die Gassen Amöneburgs und ehrten beim Martinsumzug den Schutzpatron der Stadt.

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Am Stand der Jugendfeuerwehr versorgten sich die Besucher beim Martinsmarkt mit Kinderpunsch oder Glühwein. Rechtes Bild: Für die Kleinen war der Umzug der Höhepunkt des Abends.

Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. „Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“, schallte es vielstimmig durch die dunkle Nacht. Bunte Laternenlichter strahlten. Vor dem Beginn des Umzuges trafen sich die Teilnehmer zu einer Martinsandacht in der Kapelle des Rabanushauses.

Dort erinnerte die Kinderschola eindrucksvoll an das Leben und Wirken des heiligen Martin. Kurzfristig hatte Maike Wachtel für die erkrankte Leiterin der Kinderschola Christine Ehrlich die Leitung übernommen. Hoch zu Ross erwarteten die Kinder nach der Andacht ein verkleideter St. Martin sowie die Musikkapelle der Kolpingfamilie Amöneburg, die den langen Lichterzug musikalisch durch die Gassen begleitet. Während sich der Umzug noch durch die Gassen der Altstadt schlängelte, herrschte auf dem Marktplatz schon erster Andrang beim Martinsmarkt. Ausgerichtet wurde das Patronatsfest auch in diesem Jahr von der Stadt Amöneburg und dem Heimat- und Verschönerungsverein. „In diesem Jahr veranstalten wir den Martinsmarkt nur mit eigenen Amöneburger Kräften und haben keine gewerblichen Schausteller von außen geholt“, berichtet Winfried Kaul, der Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins.

So sorgten in diesem Jahr neben heimischen Wirten aus dem Stadtgebiet, die Jugendfeuerwehr Amöneburg, der TSV Amöneburg und der gemischte Chor Amöneburg für ein ausgewogenes kulinarisches Angebot, das von Glühwein über Fettbrote, heißen Apfelwein und Kinderpunsch keine Wünsche offen ließ.

Erstmals bot der Pferdehof „Philippshof“ Ponyreiten für die jüngeren Besucher an. Traditionell verteilten am Ende des Martinsumzugs Mandatsträger der Stadt Amöneburg kostenlos rund 200 Zuckerbrezeln an die jüngsten Besucher. „Wenn es nicht reicht holen wir noch Nachschub“, erzählte Magistratsmitglied Heinrich Neumann.

Zur Freude der Veranstalter blieb das Wetter an diesem Abend trocken und so zeigte sich Winfried Kaul, angesichts des gut gefüllten Marktplatzes auch sehr zufrieden. Er übernimmt an diesem Abend in Vertretung von Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg die Begrüßung der Gäste. In einer kurzen Rede erinnerte er mit einer Geschichte vom Teilen an den heiligen Martin. Vermisst wurde an diesem Abend allerdings das Kinderkarussell. „Schade, dass kein Karussell für die Kinder da ist“, sagte eine Besucherin.

von Karin Waldhüter

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