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Ostkreis Amöneburg rechnet mit weniger Miesen
Landkreis Ostkreis Amöneburg rechnet mit weniger Miesen
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20:42 08.11.2010
Michael Richter-Plettenberg brachte einen Entwurf ein, der „sicher nicht jedermanns Geschmack treffen wird“. Quelle: Lerchbacher

Amöneburg. Nun ist es an den Stadtverordneten, über den Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2011 zu beraten.

Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg brachte das Werk gestern in der Versammlung ein. „Dabei wird der Entwurf sicherlich nicht jedermanns Geschmack treffen“, kommentierte er und ergänzte, eine Reihe von Investitionen, die von den Ortsbeiräten gefordert wurden, „konnten leider nicht berücksichtigt werden“ – zum Beispiel die Sanierung der Treppe am Burg-Café: Das Projekt hätte 140.000 Euro verschlungen, betont der Bürgermeister und verweist darauf, dass eine „noch höhere Darlehensaufnahme nicht vertretbar“ sei:

Bei Bruttoinvestitionen in Höhe von 1,52 Millionen Euro steht eine Darlehensaufnahme von rund 225.000 Euro an. „Die Planung für die Sanierung ist super, die Umsetzung passt aber derzeit nicht in die Situation. Das Projekt ist so teuer, dass wir es zurückstellen müssen“, erklärt er.

Als größte Investition steht im kommenden Jahr laut Plan des Magistrats die grundhafte Erneuerung der Waldstraße in Roßdorf an (460.000 Euro), die nicht nur der Ortsbeirat sondern auch mehrere Fraktionen angemeldet hätten. Zudem sei es auch eine Herzensangelegenheit des Magistrats, heißt es in der Begründung.

Mit 235.000 Euro schlägt die Sanierung der Altstadtstraßen der Kernstadt inklusive Kanal und Wasser zu Buche. Rund 611.000 Euro kostet zum Beispiel die neue Heizung für die Mehrzweckhalle Roßdorf.
„Der Investitionsplan ermöglicht eine Reihe von Investitionen. Lediglich ein bis zwei Prozent können dem freiwilligen Bereich zugeordnet werden. Bei einem wesentlichen Teil handelt es sich um bereits begonnene oder mehrfach aufgeschobene Investitionen“, steht in der Schlussbetrachtung des Unterlagen zur Einbringung.

Finanziell gesehen sei die Stadt „nicht auf Rosen gebettet“, auch wenn sie sie über ein beachtliches Vermögen verfüge, das eine gesunde Struktur aufweise: „Bei einer Bilanzsumme von 28,6 Millionen Euro beläuft sich unser Kapital auf 10,5 Millionen Euro, also circa 37 Prozent“, erklärt der Bürgermeister im Gespräch mit dieser Zeitung.

von Florian Lerchbacher

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

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