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Amöneburg feiert den Friedensschluss

Dreitägiges Festprogramm Amöneburg feiert den Friedensschluss

Mit einem breit gefächerten und interessanten Programm gedenkt die Stadt Amöneburg an diesem Wochenende des 250. Jahrestags der Schlacht an der Brücker Mühle.

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Die Laienschauspieler zeichnen in einem szenischen Spiel die historischen Ereignisse rund um die Schlacht und den Friedensschluss an der Brücker Mühle nach. Das Werk wird mehrmals aufgeführt.Foto: Alfons Wieber

Amöneburg. Das Programm entstand unter Federführung des Heimat- und Verkehrsvereins mit seinem Vorsitzenden Winfried Kaul an der Spitze. Im September 1762 kam es nach der Schlacht dort zu einem Waffenstillstand mit einem anschließenden Friedensschluss (die OP berichtete ausführlich), an den der Friedensstein erinnert, der heute noch auf dem Hof des Brücker Wirtshauses zu sehen ist.

Die Festlichkeiten beginnen am Freitag um 18 Uhr mit einem Festakt am Friedensstein. Dabei sind Repräsentanten aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die sich damals in der Entscheidungsschlacht an der Brücke feindlich gegenüberstanden. Den Festvortrag hält Professor Dr. Siegfried Becker zum Thema: Krieg und Frieden - lokale Dimension einer europäischen Krise.

Seit einigen Wochen haben bereits Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins unter der Regie von Ingrid Hinze und Stefan Völker intensiv geprobt für eine szenische Darstellung, die sich mit den Ereignissen um den Friedensschluss im Brücker Wirtshaus befasst. Die Laiendarsteller, die alle in entsprechend historische Kostüme gekleidet sind, zeigen und spielen dabei die Erlebnisse von Soldaten und Zivilpersonen nach, die die Schlacht hautnah miterlebt haben. Auch der historische Handschlag, mit dem der Friedenschluss am Brücker Wirtshaus zwischen den Marschällen der beteiligten Kriegsparteien besiegelt wurde, wird originalgetreu wiedergegeben.

Tafeln wie zuFriedrichs Zeiten

Für historisch fundierte Aussagen stehen der Amöneburger Historiker Dr. Alfred Schneider, Ingrid Hinze und Stefan Völker, die die Texte für das Stück geschrieben haben. Ein gemütliches Beisammensein mit der Musik der Gruppe „QuestWind“ beschließt den Abend an der Brücker Mühle.

Der Samstag steht ganz im Zeichen der historischen Soldaten aus der Zeit des Siebenjährigen Kriegs, die in der Schlossruine bereits ab Freitag ihr Biwak-Leben zeigen und auf dem Marktplatz und den umliegenden Gassen exerzieren und paradieren werden. Abends können die Besucher auf dem Marktplatz mit Speisen und Rezepten aus der Mitte des 18. Jahrhunderts tafeln wie zu Friedrichs Zeiten. Gegen 19 Uhr wird unter der musikalischen Begleitung durch die Gruppe „QuestWind“ das szenische Spiel dann ein zweites Mal aufgeführt.

Der Sonntag beginnt um 10.15 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst in der Stiftskirche. Danach werden verschiedene Abordnungen mit ihren Fahnen zum Marktplatz ziehen. Ab Mittag verlagert sich das Geschehen zur Brücke am Brücker Wirtshaus, wo die Besucher zu deftigen Speisen an einer dort aufgestellten langen Tafel eingeladen sind. Ab 15 Uhr wird an gleicher Stelle das szenische Spiel erneut gezeigt.

Mit einer Romanlesung an der Brücker Mühle klingt das Fest am Sonntag aus. Erich Mann aus Schweinsberg liest ab 16.30 Uhr aus seinem Roman „Die Prophezeiung des Meisters“, den er unter dem Pseudonym „Eric Dammski“ veröffentlicht hat. Nach mehrjährigen Recherchen hat Damm eine spannende Geschichte rund um die Geschehnisse vor 250 Jahren geschrieben. Ab 17.30 Uhr ist noch einmal Musik mit der Gruppe „QuestWind“ zu hören.

klingt die Veranstaltung am frühen Abend aus. Erich Damm aus Schweinsberg

Bild 8407:Bild 8411: Beobachtet vom Marschall d`Estrèes (Peter Greib) und einem beteiligten Soldaten reichen sich (von links) der Herzog von Braunschweig (Peter Maus) und Prince de Souboise (Diethelm Reinmüller) zum Friedenschluss die Hand.

(Fotos: A. Wieber)

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