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Am neuen „Dorfplatz“ herrscht Leben

Stadtallendorf Am neuen „Dorfplatz“ herrscht Leben

Seit wenigen Tagen sind die ersten Bewohner in die neuen Räume des Altenpflegeheimes St. Bonifatius eingezogen. Damit ist das millionenschwere Bauprojekt der Caritas endgültig vollendet.

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Zwei neue Häuser sind fertiggestellt: Links ist der Michaelsgarten mit 30 betreuten Wohnungen zu sehen, rechts der Anbau an das Pflegeheim St. Bonifatius.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Was im August 2008 begann, endet offiziell am 30. August dieses Jahres. Dann kommt der Fuldaer Weihbischof Karl Diez zur offiziellen Einweihung des Anbaues für das Pflegeheim St. Bonifatius und des neuen Gebäudes für betreutes Wohnen.

Seit 1. Juli sind die acht ersten neuen Heimbewohner eingezogen. Sie wohnen in neuen Einzelzimmern mit Nasszelle im Obergeschoss. Insgesamt hat das Pflegeheim gegenüber der Kirche St. Michael jetzt 68 Plätze statt bisher 32. Doch Heimleiter Georg Gnau will sich mit der Vermietung der weiteren Zimmer bewusst Zeit lassen. „Wenn wir zu schnell neue Bewohner aufnehmen, bedeutet das zu großen Stress für das Personal und unsere bisherigen Senioren“, betont er. Das Pflegeheim ist aktuell auf Personalsuche. Denn statt bisher 15,5 Stellen sind künftig 27 volle Stelle nötig, um alle Heimbewohner angemessen betreuen zu können. Bis zum Jahresende, so Wunsch und Ziel von Gnau, sollen dann alle neuen Zimmer bewohnt sein.

Beim Blick in den neuen Gemeinschaftsraum strahlt Georg Gnau vor Freude. Dieser Raum ist für ihn bildlich gesprochen der „Dorfplatz um den herum sich die Häuser befinden.“ Die Zimmer sind im Neubau rund um diesen Raum herum angeordnet. „Wenn die Bewohner aus ihren Zimmern herauskommen, sollen sie mitten im Leben stehen“, erläutert Gnau. Viele der Bewohner leiden an Altersdemenz. Dem Konzept des Heimes entsprechend, spielt ihre Biografie eine herausragende Rolle bei der Betreuung. Auch das wurde bei der Konzeption des Anbaues, insbesondere der Gemeinschaftseinrichtungen, berücksichtigt.

Im „Michaelsgarten“, dem Neubau für betreutes Wohnen, ist schon sehr lange kein Platz mehr frei. Seit 1. April sind die Wohnungen alle bezogen. „Als nur das Gerücht herumging, das wir bauen wollen, gab es bereits die ersten Anrufe“, erinnert sich Gnau zurück. Er sieht in der gesamten Region weiteren Bedarf für betreutes Wohnen.

von Michael Rinde

Mehr zu diesem Thema finden Sie in der gedruckten OP vom 10.07.2010.

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