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Ostkreis Am Sonntag gibt es kaum ein Durchkommen
Landkreis Ostkreis Am Sonntag gibt es kaum ein Durchkommen
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19:13 25.10.2015
Auch dieses Jahr war auf dem Martinsmarkt in Kirchhain wieder viel los. Quelle: Michael Hofstetter
Kirchhain

„Für die Hausfrau gibt es hier was umsonst“, rief der Händler durch die Fußgängerzone. Um sich im Gespräch mit einem Kunden gleich darauf zu verbessern. Natürlich bekämen Männer auch das kostenlose Putztuch. Es war eine typische Marktszene am Sonntag in Kirchhain. Währenddessen schoben sich die Besucher langsam und geduldig durch die Bahnhofstraße.

Das Durchschlängeln gehöre einfach zu einem Kirchhainer Markt, meinte eine Verkäuferin. In den Geschäften, die ab 13 Uhr geöffnet hatten, drängten sich auch am späten Nachmittag Kunden. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf“, bilanzierte Harald Pausch vom Organisationsteam des Verkehrsvereins gegen 16 Uhr.

Der kleine Herbstmarkt im Bürgerhaus kommt ebenfalls bei den Marktfans gut an. Darum soll das Kunsthandwerks-Angebot laut Pausch im nächsten Jahr noch einmal ausgebaut werden. Wieder hatte die Damengymnastikgruppe Niederwald dort die Bewirtung übernommen. 90 Liter Erbsensuppe und 65 Kuchen verkauften die 40 Helfer an beiden Tagen. „Das  motiviert uns alle“, sagte eine Verkäuferin.

Auffällig war aus Händlersicht, dass zahlreiche Kunden bereits den Freitagnachmittag zu Einkäufen nutzen, um von Marktrabatten zu profitieren. Mancher Händler zog vielleicht auch vor diesem Hintergrund mit Blick auf den Samstag eher ein verhaltenes Fazit. „Es gab viele Gucker, aber weniger Käufer“, meinte ein Einzelhändler. Ganz anders als am Sonntag. Beliebt waren auch Schlemmermarkt und Gewerbeschau am Marktplatz. Die Achse zwischen neugestaltetem Bahnhof und dem Marktplatz komme sehr gut bei den Besuchern an, so Harald Pausch gegenüber der OP.

von Michael Rinde