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Am Anfang war ein toter Hase

Dorffest Am Anfang war ein toter Hase

Drei Tage lang feierte Hoaseverein Rüdigheim sein 30-jähriges Bestehen.

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Die Rüdigheimer Landfrauen traten während des Dorffestes beim Nachmittagsprogramm auf.
Foto: Kai Erdel

Rüdigheim. Vor 30 Jahren fuhren die Rüdigheimer Dieter Dörr, Rainer Birk, Rüdiger Viertelhausen, Ulli Schmitt und Volker Schmitt gemeinsam in den frühen Morgenstunden von der Erfurtshäuser Kirmes nach Hause. Ein Hase, der den Weg der fünf kreuzte, bezahlte den Zusammenstoß mit dem Auto mit seinem Leben. Die fünf nahmen den Hasen mit und tranken an der Rüdigheimer Bushaltestelle mehrere Bier auf den mittlerweile an einem Seil aufgehängten Hasen. Die dabei entstandene Geräuschkulisse führte dazu, dass sich der Anwohner Helmut Brand lautstark über den Lärm des „Hoasevereins“ beschwerte.

Beim Dorffest, das im Rahmen des Jubiläumswochenendes am Sonntag stattfand, wurde diese Begebenheit zur Belustigung der zahlreichen Besucher mit den als Hasen verkleideten Beteiligten von damals nachgespielt. Erschwerend für die Protagonisten war, dass jeder bei der Nennung seines Namens ein Bier trinken musste.

Begonnen hatte das Dorffest mit einem Frühschoppen um 11 Uhr. Danach musste zum Essen niemand nach Hause, denn für die hungrigen Besucher standen Würstchen und Steaks bereit. „Die waren richtig lecker und ganz schnell verkauft“, freute sich Viktoria Dörr, Pressesprecherin des Hoasevereins.

Das Nachmittagsprogramm wurde vom Kinderchor, dem Männergesangverein, den Landfrauen und der Kindertanzgruppe des Sportvereins gestaltet. Daneben gab es reichlich Kaffee und Kuchen. Auch die Kreativität der Besucher wurde herausgefordert, denn Ortsvorsteher Martin Bieker hatte das Banner ausgebreitet, welches die Rüdigheimer, wie die Bewohner in den anderen Ortsteilen auch, für das Gesamtkunstwerk der Amöneburger Kulturtage vorbereiten sollen. „Ich bin begeistert, dass so viele gekommen sind“, freute sich Bieker angesichts des gut gefüllten Festzelts. Diese hatten zudem die Möglichkeit, sich an zwei Stellwänden über den Planungsstand des Umbaus des Treffpunkts, beziehungsweise des Schützenhauses zu informieren.

Dem Sonntag voraus ging eine Mottoparty am Freitag und ein Burschenschaftstreffen am Samstag. „Ich fand es super, wie das jungen Team vom Hoaseverein das Wochenende organisiert hat“, lobte Heiko Herz die Organisatoren. Zudem sei er beeindruckt, wie friedlich das ganze Fest ablief.

Gullydeckel fliegenauf die Hauptstraße

Trotzdem schaffte es das Fest in den Polizeibericht. Einige Besucher der Mottoparty hatten in der Nacht zum Samstag offenbar derart tief ins Glas geblickt, dass es ihnen komplett die Sinne vernebelte. Die um 2.20 Uhr alarmierte Polizei fand in der Straße „An der Hauptstraße“ sieben herausgerissene Gullydeckel, die zudem mitten auf der Fahrbahn abgelegt worden waren. Polizeisprecher Martin Ahlich sprach von einem hohen Gefährdungspotenzial. Die Polizei in Stadtallendorf ermittelte wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Außerdem fand die Polizei an der Landesstraße zwischen Rüdigheim und Schweinsberg herausgerissene Leitpfosten, die ebenfalls auf der Fahrbahn lagen. Nach ersten Ermittlungen waren die Täter in Richtung Schweinsberg unterwegs. Hinweise zu den Tätern liegen noch nicht vor.

Hinweise bitte an die Polizei Stadtallendorf, Telefon 06428/93050.

von Kai Erdel

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