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Als Chef hat er ihr schon frei gegeben

Karneval Als Chef hat er ihr schon frei gegeben

Angelika I. und Edgar I. sind Stadtallendorfs oberste Narren. Schon lange Zeit sind Angelika und Edgar Schemionek, wie sie mit bürgerlichem Namen heißen, dem Karneval fest verbunden.

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Eins war für Angelika und Edgar Schemionek klar: Nur gemeinsam wollten sie das Amt des Prinzenpaares übernehmen.

Quelle: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Angelika I. und Edgar I., das neue Prinzenpaar Stadtallendorf, ist schon lange wichtiger Bestandteil des FCKK Stadtallendorf. Sie tanzt seit zehn Jahren bei den „Welle-Watz-Weibern“, Tochter Lisa war bei den Mini Kids und der befreundeten Stadtallendorfer Kolpinggarde aktiv.

Mehrfach schon hatte der innere Vorstandskreis des FCKK das Ehepaar in den vergangenen Jahren zur Übernahme des hohen Amtes zu bewegen versucht. Vor allem das Sitzungspräsidentenpaar, Christel Rohm-Naumann und Norbert Naumann, hatten immer wieder Vorstöße gemacht, Angelika und Edgar Schemionek zu überzeugen.

Innerlich hatte sich vor allem Angelika, die exakt so alt ist wie der FCKK (44), seit Längerem mit dem Gedanken einer Amtsübernahme vertraut gemacht. „Ich hatte schon immer Spaß daran. Gedanklich war mein Prinzessinnenkleid bereits fertig, bevor der offizielle Antrag kam“, berichtet sie. Mit dem Karneval ist Angelika schließlich eigentlich groß geworden, denn sie ist waschechte Stadtallendorferin: Die Prinzessin kommt aus dem Alten Dorf und ist unmittelbar neben dem Pfarrhaus aufgewachsen.

„Wir wollten es auf alle Fälle gemeinsam tragen. In diesem Jahr hat einfach alles gepasst“, ergänzt Edgar Schemionek, der ebenfalls in Stadtallendorf aufgewachsen ist und seit 23 Jahren ein Dentallabor betreibt, in dem auch seine Frau arbeitet.

Die erste Hürde hat das Ehepaar genommen. Was nun nach der Inthronisierung auf die Tollitäten zukommt, ist aufgrund der relativ langen Session ein Mammutprogramm: Rund 50 Veranstaltungen warten auf die beiden. Richtig los geht es erst im kommenden Jahr. Aber dann geht es Schlag auf Schlag.

„Ich habe bei meinem Chef bereits einen Urlaubsantrag für die heiße Phase gestellt“, sagt Angelika lachend. „Und ich habe ihn schon genehmigt“, ergänzt Edgar. Die Abwesenheit des Ehepaars in ihrem Unternehmen stellt für die beiden kein Problem dar.

„Sowohl die Angestellten als auch die Kunden haben in der Regel Verständnis dafür“, kommentiert Michael Feldpausch, der als ebenfalls Selbstständiger ein Lied davon singen kann.

Ganz besonders freuen sich Prinz und Prinzessin natürlich auf die Höhepunkte der Kampagne, zu denen sie die große Prunksitzung am 19. Februar, die Rathauserstürmung am 7. März und den Jubiläumsfestkommers 4 mal 11 Jahre FCKK am 10. September 2011 in der Stadthalle gehören.

Aber auch die Fremdensitzung beim befreundeten Laubacher Karnevalverein, bei dem es zu einem erneuten Zusammentreffen der Prinzessinnen Angelika I. und Prinzessin Eva I. (Ebeling-Stey) aus Laubach kommen wird, freut die Tollitäten ganz besonders. Beide Prinzessinnen haben schließlich ihre Wurzeln im Alten Dorf.

Für die kommende, sicherlich anstrengende Kampagne erwarten Angelika I. und Edgar I. aber auch viel Spaß, viele Freundschaften und viele gute Erinnerungen. Einzig Cockerspaniel Ono Prinz vom Erlensee wird etwas traurig sein, dass sich die beiden nicht mehr in gewohnter Weise um ihn kümmern können. „Aber das werden unsere Tochter Lisa und unser Sohn Nico übernehmen“, ist sich Angelika I. sicher.

von Alfons Wieber

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