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Ostkreis „Allendorfer Wunder“ bleibt lebendig
Landkreis Ostkreis „Allendorfer Wunder“ bleibt lebendig
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20:18 03.10.2010
Etwa 300 Gäste verfolgten die Beiträge während des Festakts am Samstagmorgen in der Stadtallendorfer Stadthalle. Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Etwa 300 Gäste besuchten den Festakt, unter ihnen politische und gesellschaftliche Prominenz – aber auch Menschen, die für das Leben in der Stadt eine große Rolle spielen wie Lehrer, Pfarrer, Vereinsvertreter oder Ärzte. Knapp zwei Stunden lang würdigten sie das Stadtjubiläum. Nach 50 Jahren ist Stadtallendorf nach wie vor die jüngste Stadt des Kreises und eine der jüngeren hessischen Städte.

Gleich mehrere Redner nahmen dabei eine Anleihe bei Stadtallendorfs erstem Bürgermeister Heinz Lang. Der hatte vor 50 Jahren vom „Wunder von Allendorf“ gesprochen und damit die Aufbauleistung der Gemeinde Allendorf beschrieben. Für Dr. Lars Witteck, den Gießener Regierungspräsidenten, ist die Stadt Stadtallendorf ein Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklungen. Einen Schwerpunkt setzte Witteck als Festredner bei der Integrationsleistung, für die Stadtallendorf als Stadt der Menschen aus mehr als 70 Nationen bekannt geworden ist. Deutschland steckt, angestoßen durch das heiß diskutierte Werk Thilo Sarrazins, mitten in einer Debatte über Eingliederung von Migranten. Für Witteck ist klar: „Integration funktioniert in der Kommune, im Verein, beim Einkaufen, in der Schule oder überhaupt nicht.“ Stadtallendorf bescheinigte der Regierungspräsident eine „aktive Willkommenskultur“. Angesichts der Tatsache, dass Mittelhessen den Bevölkerungsrückgang und den Strukturwandel deutlich spüren wird, ist Integration für Witteck ein existenzielles Thema.

von Michael Rinde

Mehr zum Festakt lesen Sie in der Montagsausgabe der OP.

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