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"Alle achte" setzen auf das Glück

Kirmes "Alle achte" setzen auf das Glück

Die Dürreperiode scheint überstanden: Am Sonntag schlängelt sich der größte Festzug seit der Jubiläumskirmes im Jahr 2004 durch Neustadt. Mit dabei sind die "Snökes" - acht treue Teilnehmerinnen.

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Sabine Launer (von links), Melanie Jeske, Silvia Gawlitta, Birgit Henkel, Iris Rückershäuser, Carmen Haberzettl und Heike Lotter basteln am Kirmeswagen des Kegelvereins „Snökes“ zum Thema „Glück“.Foto: Florian Lerchbacher

Neustadt. Als Kühe verkleidet nahmen die „Snökes“ im Jahr 2006 erstmals am Festzug teil. „Im Jahr davor hatten einige Zuschauer vor meiner Bierstube, die ich damals noch betrieb, gesessen und sich geärgert, dass der Festzug nur so kurz war“, erinnert sich Sabine Launer zurück und ergänzt: „Für die Jubiläumskirmes 2004 hatten die Neustädter noch einmal alles mobilisiert, danach flaute der Wille zur Teilnahme ab.“

Ins „Meckern“ wollten die „Snökes“ jedoch nicht einstimmen. Also hieß es Engagement zu zeigen und mitzumachen. Gesagt, getan - und seitdem sind die Keglerinnen dabei. Mal als Asterix und Obelix, mal als Orientalen, mal ganz stilecht als Kegel verkleidet. Die Entscheidung für eine Kostümierung fällt eher zufällig, berichtet Silvia Gawlitta. In diesem Jahr heißt ihr Thema „Glück“. Den Kirmeswagen, den die Frauen derzeit mit Hilfe einiger Männer und Kinder gestalten, zieren Glückspfennige, Marienkäfer, Hufeisen und natürlich acht als Glückspilze verkleidete Keglerinnen. Statt Kugeln zu rollen, setzen sie am Sonntag allerdings lieber auf das Werfen (oder Überreichen) von Kamelle - Bonbons, die sie mit Kleeblättern verziert haben.

Allerdings wartet bis dahin noch ein wenig Arbeit auf sie. Zwar steht die Holzverkleidung des Traktorenanhängers bereits - die Frauen machen sich dabei den Wagen des vergangenen Jahres zunutze - doch an Feinheiten gilt es noch zu feilen. Mit „zwei bis drei längeren Abenden“ rechnet Launer: „Wir sind im Endspurt.“ Langweilig wird es dabei garantiert nicht, denn dafür ist die Laune bei den Keglerinnen schlicht zu gut. Passend dazu ist die Vorfreude groß: „Wir sind zuversichtlich. Die Kirmes wird bestimmt gut. Ich kann nur hoffen, dass die Bürger sie auch annehmen“, sagt Gawlitta.

Zuschauer können den schönsten Beitrag wählen

Die fast 50 Zugnummern lassen zumindest schon einmal darauf hoffen - so hoch war die Zahl der Teilnehmer letztmals bei der Jubiläumskirmes. Die Zuschauer haben dann auch noch die Qual der Wahl, denn sie müssen den schönsten Beitrag wählen. Erstmals lässt die Stadt eine „Festzugshitparade“ wählen. Die drei Gruppen, die die meisten Stimmen erhalten, bekommen am Montag während des Frühschoppens einen Preis überreicht. Stimmzettel gibt es in der Festschrift und werden während des Umzuges verteilt.

Für Musik sorgen während des Festzuges, der sich am Sonntag um 14 Uhr auf den Weg macht, das Jugendblasorchester Neustadt, die Junker-Hansen-Musikanten, die Emsdorfer Blasmusik, das Blasorchester des TSV Ockershausen, der Spielmannszug Homberg/Efze, die Musikkapelle Niederklein und der Musikverein Erfurtshausen.

Einige der Kapellen, zum Beispiel das Jugendblasorchester und die Junker-Hansen-Musikanten, wirken ab 16 Uhr dann ebenso wie die Trachten- und Volkstanzgruppe Speckswinkel an der Musikschau im Festzelt mit.

von Florian Lerchbacher

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