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„Albshausen ist echt das coolste Kuhkaff“

Black-Sunset-Festival „Albshausen ist echt das coolste Kuhkaff“

Einmal im Jahr verwandelt sich das beschauliche Albshausen in eine wahre Metal-Hölle. Auch am vergangenen Wochenende ging es beim Black-Sunset-Festival wieder hart zu – aber auch so richtig herzlich.

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Ihr Name ist Programm: „Greenfueled“ rockten in der Grillhütte in Albshausen im grünen Scheinwerferlicht.

Quelle: Nadine Weigel

Albshausen. Die Grillhütte vibriert. Das verschwitzte Publikum schüttelt die Haare, bis der Nacken schmerzt. Ein dumpfer Bass und kreischende Gitarren grollen durch die eigentlich beschauliche Stille des abendlichen Albshausen. Einmal im Jahr ist im 350-Seelen-Dorf nichts wie immer. Einmal im Jahr pilgern schwarz gewandete, tätowierte Menschen durchs beschauliche Dörfchen mit einem Ziel: dem Grillplatz. Denn dort findet das „Black-Sunset-Festival“ statt.

Auch in diesem Jahr ist der Grillplatz in Albshausen Treffpunkt für Liebhaber der etwas härteren Gangart. Neun Bands aus Deutschland, der Schweiz und Italien beschallen die Idylle mit Southern Rock und Southern Metal. Das Black-Sunset-Festival hat sich ganz dieser Spielart des Country-Rock, verschrieben, die sich Ende der 60er Jahre in den Südstaaten der USA entwickelte. „Es ist einfach richtig ehrliche Musik mit guten Texten“, sagt Dennis Barmbold, der Erfinder und Macher des Black-Sunset-Festivals. Der 24-Jährige organisiert das Konzert auf eigene Faust – „nur aus Spaß an der Freude“, wie der Krankenpflege-Azubi sagt. Seine Familie unterstützt ihn tatkräftig und sorgt diesmal für die stilechte Verpflegung der Südstaatenrocker mit Hamburgern und Hotdogs.

„Albshausen ist echt das coolste Kuhkaff überhaupt“, brüllt „Izz“, ein junger Mann mit Rauschebart und Dreadlocks, über das dunkle Bassgrollen hinweg, das über den Grillplatz donnert. „Greenfueled“ aus Hamburg malträtieren gerade in der Grillhütte ihre Instrumente. Der Schlagzeuger drischt ekstatisch auf seine Becken ein. Die rauchige Stimme von Frontmann Alex Marques Diogo bohrt sich in einen rhythmisch stampfenden Bass. „Greenfueled“ toben sich direkt im Publikum aus. Ein Konzert auf Augenhöhe – das gibt‘s nur in Albshausen.

„Hier kommen alle Leute zusammen, die sich das ganze Jahr nicht sehen“, schwärmt „Tschech“, „und dazu gibt‘s noch richtig gute Musik als i-Tüpfelchen“. Der Frontmann der Band „Downtrodden“ ist extra aus Stuttgart nach Albshausen gekommen, obwohl seine Band diesmal gar nicht auftritt. Die „heimelige und herzliche Atmosphäre“ sei es, die ihn immer wieder nach Albshausen bringe, erklärt „Tschech“ und grinst

von Nadine Weigel

 

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