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Ostkreis Afrikaner lassen sich von Erfurtshäusern inspirieren
Landkreis Ostkreis Afrikaner lassen sich von Erfurtshäusern inspirieren
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17:00 25.10.2013
Martin Schick (Vierter von rechts) führte die Besucher durch die Biogasanlage.Foto: Karin Waldhüter
Erfurtshausen

Bei der Ankunft der Studiengruppe aus Westafrika im Bürgerhaus regnet es in Strömen. Die sechs Experten der Westafrikanischen Entwicklungsbank (BOAD), nehmen es gelassen. Im Trocknen nehmen Peter Momper, Koordinator der Bioenergie-Region Mittelhessen und Bernd Riehl, Vorstand der Energiegenossenschaft Erfurtshausen, die Besucher und Übersetzerin und Reisekoordinatorin Christine Manca in Empfang. Knappe zwei Stunden Zeit haben die Gäste für den Besuch des Bioenergiedorfes eingeplant, für den in Erfurtshausen obligatorischen Imbiss bleibt da kaum Zeit.

Die Westafrikanische Entwicklungsbank, die eng mit der KfW-Bank zusammenarbeitet, finanziert in acht westafrikanischen Ländern Projekte im Bereich Landwirtschaft und Umwelt und will in Zukunft ihr Engagement zum Thema erneuerbare Energien und Klimaschutz ausbauen. Ziel der Studienreise sei es, neue Partner zu suchen und Ideen zu sammeln, um in Afrika eigene Projekte zu entwickeln, erklärt Manca. In Afrika gebe es Probleme mit der Energieversorgung, deshalb sei die Suche nach Lösungsmöglichkeiten wichtig. In der Region stecke durch Wind-, Sonne-, und Biomassenenergie ein enormes Potenzial, berichten die Fachleute.

Bevor sich die Gruppe in Richtung Biogasanlage der Familie Schick aufmacht, beleuchtet Momper die Arbeit der Bioenergie-Region Mittelhessen. Er stellte die Organisation, die Netzwerkarbeit, verschiedene Aktivitäten und die Finanzierung vor. Riehl informiert über die Stromerzeugung in der Biogasanlage und das Bioenergiedorf Erfurtshausen.

Zudem gibt er der OP einen Zwischenbericht zum Bau des Nahwärmenetzes: Anfang November soll die erste Wärme durch das Netz laufen. Verzögerungen beim Bau habe es durch die Verlängerung der Trasse um 200 Meter und aufgrund der Komplexität der Nahwärmezentrale gegeben. Etwa 80 Prozent der Nutzer könnten in der ersten Phase des Netzbetriebes beliefert werden, rund drei Wochen später dann auch der Rest.

Derzeit liefen Beton- und Verschalungsarbeiten in der Wärmezentrale auf Hochtouren. Der Dachdecker sei bestellt, danach könne der Technikraum eingerichtet werden. Als Zwischenlösung werde das Netz erst einmal nur aus der Biogasanlage und über die Pufferspeicher beheizt. „Es ist beeindruckend, dass man eine privat getragene Projektarbeit als gutes Beispiel für Westafrika präsentiert“, freut sich Riehl.

von Karin Waldhüter

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