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Abend voll beeindruckender Klangfülle

Abendmusik Abend voll beeindruckender Klangfülle

Zu einem vollen Erfolg wurde die geistliche Abendmusik des Familienchores der evangelischen Kirchengemeinde Kirchhain am ersten Adventssonntag in der Martin-Luther-Kirche.

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Rund 300 Besucher verfolgten die unter der Leitung von Bezirkskantor Peter Groß stehende Abendmusik in der Martin-Luther-Kirche.

Quelle: Alfons Wieber

Kirchhain. Jeder, der einmal beim Kirchhainer Adventssingen dabei war, hat es selbst empfunden: Beim Betreten des vorweihnachtlich geschmückten Kircheninnenraums fallen Stress und Hektik ab und Weihnachtsvorfreude kommt auf. Die Abendmusik hat ihre Ursprünge in den 1970er Jahren, als der inzwischen verstorbene Pfarrer Martin Rüppel den Grundstein für eine inzwischen über 30-jährige Tradition legte.

Sie erfreut zweimal im Jahr, im Frühsommer und am ersten Advent, die Besucher von nah und fern. Die Abendmusik in der Martin-Luther-Kirche beschrieb Pfarrer Georg Kuhaupt als Veranstaltung, die in die Nähe eines Konzertes rücke, aber auch Elemente eines evangelischen Gottesdienstes aufweise.

Unter der Leitung von Bezirkskantor Peter Groß traten der Familienchor und das Marburger Orchester Camerata auf und erfreuten die rund 300 Besucher in der vollbesetzten Kirche vorwiegend mit barocker Musik.

Perfekt von Groß aufeinander abgestimmt, warteten die rund 70 Sänger und Musiker mit einer beeindruckenden Klangfülle auf, die in der Akustik des Gotteshauses voll zur Geltung kam. Auf dem Programm stand neben Orchesterwerken und Kantaten zu adventlichen Texten von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann auch eine Motette von Heinrich Schütz.

Erstmalig in Kirchhain trat Sopranistin Marion Clausen, eine gebürtige Frankenbergerin, die jetzt in Marburg wohnt, auf und bot eine überzeugende Vorstellung. Durch ihr ausgeprägtes Stimmvolumen und ihre sehr sichere Intonation der Arien begeisterte sie die Zuhörer. Sie ist derzeit deutschlandweit vorwiegend im Konzert- und Oratorienfach freischaffend tätig.

Dass Peter Groß nicht nur ein exzellenter Kantor und Dirigent sondern auch ein hervorragender Bariton-Sänger ist, stellte er in der Arie „Ich will beten, ich will ringen“ aus Georg Phillip Telemanns „Machet die Tore weit“ unter Beweis.

Das gemeinsam von den Besuchern mit dem Chor unter Mitwirkung des Orchesters gesungene Kirchenlied „Wie soll ich dich empfangen“, klappte unter dem Dirigat von Peter Groß so vorzüglich, als hätte es vorher mehrfach gemeinsame Proben gegeben.

Nach dem gemeinsam gesprochenen „Vaterunser“ und dem Segen durch Pfarrer Kuhaupt belohnte zum Abschluss der Veranstaltung kaum enden wollender Applaus die Leistung von Dirigent, Sänger und Musiker.

von Alfons Wieber

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