Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Abbruchfirma muss einpacken
Landkreis Ostkreis Abbruchfirma muss einpacken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:34 07.11.2014
Ruhe auf der Baustelle: Eine Abbruchfirma packt zusammen, eine andere übernimmt in der nächsten Woche.Foto: Rinde
Stadtallendorf

In den vergangenen Tagen ist der teilweise ohrenbetäubende Lärm der kleinen, mit Meißeln bestückten Bagger in der Stadtmitte verschwunden. Das heißt allerdings nicht, dass damit die Abrissarbeiten am Stadtallendorfer Hallenbad beendet sind. Vielmehr hat die Stadtverwaltung zum letzten Mittel gegriffen. Sie hat dem Ludwigshafener Abbruchunternehmen den Vertrag gekündigt, wie Bürgermeister Christian Somogyi mitteilt. Die Gründe liegen auf der Hand: Das Unternehmen ist massiv im Zeitverzug. Den Lärm, den es besonders beim Abbruch einer Kellerdecke verursacht hatte, wollte die Verwaltung nicht länger hinnehmen.

Um sich von dem Unternehmen trennen zu können, musste sich die Stadt aber zwingend an die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, kurz VOB genannt, halten. Dementsprechend hatte die Verwaltung das Unternehmen zunächst in Verzug gesetzt, die letzte Frist lief bis zum 30. Oktober. „Nachdem diese abgelaufen war, haben wir der Firma durch unseren Rechtsanwalt am Montag gekündigt“, sagt Somogyi. Jetzt wird es eine Abrechnung auf Basis der geleisteten Arbeiten geben. Allerdings behält sich die Stadt Schadenersatz-Ansprüche vor. Mit mancher der erbrachten Leistungen ist die Stadt laut Somogyi auch nicht zufrieden.

Jetzt soll ein anderes Spezialunternehmen den Abbruch fachgerecht zu Ende bringen. Dafür sei keine Ausschreibung erforderlich, erläutert Projektleiterin Julia Werner von der Stadtverwaltung im Gespräch mit der OP. Ein Unternehmen habe schon ein Angebot abgegeben, Verhandlungen hätten begonnen. „Wir hoffen, dass wir jetzt einen ordnungsgemäßen Abschluss der Arbeiten schaffen werden“, betont Somogyi. Zwischen anderthalb und zwei Wochen, so schätzt Julia Werner, wird das Nachfolgeunternehmen wohl noch benötigen, um die Restarbeiten zu erledigen. Punktuell kann es dann noch einmal laut werden auf der Baustelle. Doch die Zeiten des ohrenbetäubenden Krachs scheinen vorbei zu sein.

Ihr ursprünglich angestrebtes Ziel, den im Juli begonnenen Abbruch bis Mitte September zu schaffen, hatte die Stadt aus verschiedenen Gründen ohnehin deutlich verfehlt - unter anderem wegen Zusatzarbeiten. „Wir sind sicher im Verzug, doch wie sich das am Ende auswirken wird, kann ich noch nicht einschätzen“, sagt Julia Werner. Im Januar 2016 soll das Hallenbad wieder aufmachen, so der Plan.

Nicht erwartete Probleme haben noch an anderer Stelle für Verzögerungen gesorgt. In den vergangenen Tagen hatte ein Bauunternehmen eine Wasserleitung verlegen müssen, die näher am Gebäude verlief als erwartet.

Dadurch konnten auf dieser Gebäudeseite noch keine Erdarbeiten für die Baderweiterung stattfinden. Auf dem Parkplatz zugewandten Badseite sind inzwischen die Fundamente für den Anbau entstanden. Im Januar will die Verwaltung die Politik über die tatsächlich bisher entstandenen Mehrkosten bei der Badsanierung unterrichten. Auf rund 415000 Euro hatte das beauftragte Büro die Mehrkosten Mitte Oktober beziffert. Bei etwa 280000 Euro davon sollte noch einmal überprüft werden, ob sich diese Summe noch reduzieren lässt. Inzwischen hat es Gespräche zwischen Verwaltung und Ingenieurbüro gegeben.

Zwar gibt es noch kein Ergebnis, Bürgermeister Somogyi hat allerdings an Zuversicht verloren: „Wir werden die von mir angestrebte Reduzierung der Mehrkosten wohl nicht einhalten können.“

Ostkreis SPD beklagt steigende Verschuldung der Stadt - „Das ist nur die halbe Wahrheit“

Die Kirchhainer SPD wünscht sich von derregierenden Koalition aus CDU, Grünen und FDP zielgerichtetere Investitionen und eine stärkere Berücksichtigung der Stadtteile.

07.11.2014

Ohne ehrenamtliches Engagement gäbe es Projekte wie die Mardorfer Bürgerhilfe nicht. Die Freiwilligen setzen sich für ihre Mitmenschen ein - was aber auch ihnen selber zugute kommt.

07.11.2014

Wenige Tage vor dem Fall der Mauer bekam die Bundeswehr in Neustadt den Befehl, sich auf die Ankunft von Übersiedlern aus der DDR vorzubereiten.

09.11.2014