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Ostkreis AWO kämpft um Bereitschaftsdienst-Standort
Landkreis Ostkreis AWO kämpft um Bereitschaftsdienst-Standort
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18:01 20.03.2013
Kirchhain

Bei der Hauptversammlung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Kirchhain blickte Vorsitzender Heiko Kraft auf sein erstes Jahr im Amt zurück. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“, hatte der Ortsvereinsvorsitzende das Motto seines Jahresrückblicks genannt. Das Jahr unter Krafts Vorsitz war eigentlich recht ereignisreich, denn es gab Frühstückstreffs mit interessanten Gästen, Tagesfahrten und Feiern. Es ist eine gute Tradition, dass die Kirchhainer AWO für soziale Zwecke spendet. Kraft zählte folgende Einzelspenden auf: 200 Euro an Menschen für Kinder (Radler in Kirchhain), 100 Euro bekam die Familie Müller für ihre Organisation „Shining Orphans Children Home“ und 500 Euro gingen an die Kirchhainer Grundschulbetreuung.

„Unsere laufenden Aktivitäten sind das Essen auf Rädern, die Kleiderstube und die Seniorenbetreuung“ stellte Kraft heraus und betonte: „Auf die Kleiderstube bin ich besonders stolz. Sie war schon immer das Prunkstück der AWO in Kirchhain.“ Die Kleiderstube bezeichnete er als eine Art Treffpunkt für Jung und Alt. „Wir sind auf einem richtigen und guten Weg die AWO in Kirchhain zu festigen“, betonte Kraft und rief dazu auf, neue Mitglieder zu werben. Für den erkrankten Bürgermeister sprach Stadtrat Dr. Christian Lohbeck ein Grußwort. Er bezeichnete die AWO als einen unverzichtbaren Partner im Sozialstaat und betonte. „Die AWO ist aus Kirchhain nicht mehr wegzudenken.“ Er versprach, bis zum Ende des Jahres alle Bauarbeiten am Bürgerhaus abgeschlossen zu haben, so dass die AWO wie gewohnt agieren könne. Er versicherte, dass die städtischen Gremien die AWO nach besten Kräften unterstützen werden und rief der Versammlung zu: „Lassen Sie uns alle an einem Strang ziehen, um denen Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen.“

Furcht um Versorgung von Senioren

In diesem Jahr werden neben den regelmäßigen Frühstückstreffs im Haus Elisabeth einige Tagesfahrten angeboten, so beispielsweise zum Hessentag nach Kassel oder zum Hessischen Rundfunk. Anfang September wird in Kirchhain wieder ein AWO-Tag organisiert.

Im Verlauf der Versammlung wurde Ulrike Suhr zur Beisitzerin nachgewählt. Auf einen Antrag aus der Versammlung beschloss der Ortsverein Kirchhain eine Resolution. Darin wird die Kassenärztliche Vereinigung aufgefordert, ihr Vorhaben zurückzunehmen, den Bereitschaftdienst-Standort von Stadtallendorf nach Marburg zu verlegen. „Den Senioren ist es nicht zuzumuten, bei kurzfristiger Erkrankung weite Wege auf sich zu nehmen. Dies ist auch bei der Versorgung mit Medikamenten zu sehen. Wo kein Arzt, kein Rezept, keine Apotheke, keine Notfallversorgung“, betonte der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende und AWO-Kreisvorsitzende Hans-Heinrich Thielemann.

von Klaus Böttcher

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