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A-49-Gegner setzen auf schnellen Weg zur A 5

Autobahn A 49 A-49-Gegner setzen auf schnellen Weg zur A 5

Rund 50 Besucher kamen zu einer Veranstaltung von A-49-Gegnern in das Stadtallendorfer Gemeinschaftszentrum.

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Jörg Haafke (von links), Moderator Michael Goetz, Reinhard Forst und Henner Gonnermann stellten das alternative Straßenkonzept der A-49-Gegner vor.

Quelle: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Bei einer Veranstaltung zum Weiterbau der Autobahn A 49 am Mittwochabend im Gemeinschaftszentrum haben die Autobahngegner erneut ihre Bedenken zum geplanten Lückenschluss der A 49 zwischen Bischhausen und Ehringshausen an die A 5 thematisiert.

Von den Veranstaltern, den Bürgerinitiativen „Schwalm ohne Autobahn“ und der Aktionsgemeinschaft „Schutz des Ohmtals“ und dem BUND Landesverband Hessen waren neben den Bürgern vor allem die Parteien und politischen Gruppierungen von Stadt- und Kreisebene eingeladen worden. Allerdings war außer den beiden Kreistagsabgeordneten Inge Sturm (Linke) und Armin Becker (Grüne) niemand gekommen. Beide sprachen sich in ihren Stellungnahmen strikt gegen einen Weiterbau der A 49 aus. Abgesagt hatten lediglich die Stadtallendorfer Republikaner. Alle anderen Parteien hatten sich nach Angaben der Organisatoren trotz schriftlicher Einladung nicht gemeldet.

Unter der Gesprächsleitung von Michael Goetz von der Aktionsgemeinschaft wandten sich die Vertreter der drei veranstaltenden Gruppierungen vor allem gegen den sich mittlerweile abzeichnenden abschnittsweisen Weiterbau der A 49. Dagegen hatten sich allerdings auch die betroffenen Kommunen ausgesprochen. Der erste Bauabschnitt, für den mittlerweile Baurecht vorliegt, endet nach dem Willen der Planer bei Schwalmstadt.

Das bedeutet nach Ansicht von Jörg Haafke von „Schwalm ohne Autobahn“, dass nach Fertigstellung der gesamte Zubringerverkehr durch Schwalmstadt laufen wird und der Verkehr nach seinen Berechnungen dort um täglich rund 10.000 Fahrzeuge zunehmen wird. „Schwalmstadt selbst springt ohne eigenes innerstädtisches Verkehrskonzept in den Autobahnbau hinein“, warnte Haafke.

Wenn die Autobahn nach dem zweiten Bauabschnitt bei Stadtallendorf endet, sieht Reinhard Forst dort noch gravierendere Probleme. „Für Stadtallendorf und Neustadt besteht die große Gefahr einer Verkehrsüberlastung. Die Städte werden im Verkehr ersticken“, warnte Forst.

von Alfons Wieber

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