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49-Jähriger feuert mehrfach in die Luft

Ehestreit eskaliert 49-Jähriger feuert mehrfach in die Luft

Polizeibeamte aus dem Ostkreis, Marburg, Alsfeld und Gießen waren am Silvestertag in Stadtallendorf im Einsatz. Ein Streit war gefährlich eskaliert.

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Das Symbolfoto zeigt einen größeren Polizeieinsatz. In Stadtallendorf waren am Sonntag zwölf Fahrzeuge vor Ort.

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Es geschah am Sonntag gegen 12 Uhr. Nach einem Streit am Vortag kam es zwischen einem 49-Jährigen, seiner gleichaltrigen Ehefrau und einem 53-jährigen Wohnungsinhaber zur Eskalation. Das Ehepaar hatte sich nach Polizeiangaben bereits am Vortrag gestritten. Die Ehefrau hielt sich am Silvestertag in der Wohnung des 53-Jährigen auf.  Nach Recherchen der OP befindet sich die Wohnung und damit der Ort des Geschehens in der Moselstraße.

Dorthin kam letztlich der mutmaßliche Täter am Ende sogar zweimal. Beim ersten Mal zertrümmerte er, wie Polizeisprecher Jürgen Schlick am Montag berichtet, mit dem Kantholz die Frontscheiben von zwei vor dem Haus stehenden Wagen. Als sich der 53-jährige Wohnungsinhaber dem Mann in den Weg stellte, wurde er angegriffen und erlitt Verletzungen im Gesicht. Danach kehrte der Mann mit einem Auto in die Moselstraße zurück.

„Er durchbrach mit dem Wagen einen  Zaun, stieg aus und gab mit einer scharfen Waffe mehrere Schüsse in die Luft ab. Danach verschwand er in einem Nebengebäude des Anwesens“, heißt es in der Mitteilung der Polizei vom Neujahrstag. Zwischenzeitlich gelang es, andere Hausbewohner zu evakuieren.

Als der Mann das Nebengebäude wieder verließ, griff die Polizei zu. Sie setzte dabei einen Diensthund ein und entwaffnete den Mann. Durch Hundebisse erlitt der 49-Jährige laut Polizei leichte Bissverletzungen.
Der verletzte Wohnungsinhaber wurde ambulant in einer Klinik behandelt. Bei dem 49-Jährigen veranlasste die Polizei eine Blutentnahme und stellte außerdem den Führerschein sicher. Er wurde im Anschluss in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Herkunft des Revolvers ist noch unklar

Für die Polizei war die Arbeit damit noch nicht beendet. Ein Richter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Durchuchungsbeschluss für die Wohnung des Mannes. Dabei weitere Munition sichergestellt worden, berichtet Polizeisprecher Schlick in seiner Mitteilung.

Die Ermittlungen der Polizei konzentrieren sich jetzt unter anderem auf die Frage, woher der Revolver stammt, den der 49-jährige mutmaßliche Täter verwendet hat.
Zwölf Polizeifahrzeuge aus verschiedenen Stationen waren am Sonntag in der Moselstraße im Einsatz. Nach Polizeiangaben dauerte das Geschehen am Sonntagvormittag rund zwei Stunden.

von Michael Rinde

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