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400 Kilometer für Orgel und Glocken

Kirchhain 400 Kilometer für Orgel und Glocken

Einen Hungerlauf, den kennen die Kirchhainer bereits von der Kolpingfamilie. Am Samstag fand nun ein Sponsorenlauf zu Gunsten der Orgel und der Glockenanlage der St. Elisabeth-Kirche Kirchhain am Wohrasandfang statt.

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Mario Fischer läuft mit Tochter Annika um den Sandfang. Mit 28 Kilometern legte er die längste Strecke zurück.

Quelle: Sophie Kaufmann

Kirchhain. „Setzt euch ein für das Gute und Bleibende, damit der Sport den Gaben dient, die Gott uns geschenkt hat“, eröffnete Pater Josua Wojciak mit einem Zitat von Papst Benedikt XVI. die Veranstaltung. Er verglich das Gute und Bleibende mit der Glockenanlage und der Orgel und nahm Bezug auf die Kirchhainer Kirche und die Pfarrgemeinde.

Trotz des wechselhaften Wetters kamen zahlreiche Sportler, die die Renovierungsarbeiten der Kirche mit ihren gelaufenen Kilometern unterstützen wollten. Denn jeden gelaufenen Kilometer um den Wohrasandfang honorierten die Sponsoren, die sich die Läuferinnen und Läufer vorher selbst gesucht hatten, mit Spenden, die dann für die Renovierung des Gotteshauses genutzt werden. Am Ende des Tages hatten die Teilnehmer stolze 400 Kilometer auf dem Kurs rund um Kirchhains Naherholungsgebiet zurückgelegt.

Doch es konnte nicht nur gelaufen, sondern auch mit Inlinern oder dem Fahrrad um den Sandfang gerollt werden. Verpflegungsstationen gab es am Ortseingang Stausebach und am Wasserwerk Wohratal, damit die Sportler auch gut versorgt sind. Auch die Maltesergruppe war vor Ort. „Wir müssen ja nicht ausprobieren, ob die das können mit dem Verarzten“, meinte Karlheinz Pfeiffer, Sprecher des Pfarrgemeinderates, scherzhaft.

Wenn es aber um das Projekt geht, nehmen alle Gesichter der Sponsorenlauf-Organisatoren ernste Züge an. Die Glockenanlage muss saniert, die Orgel muss restauriert werden. Doch dafür gibt es keine Zuschüsse, und die Pfarrgemeinde muss die Kosten von mehr als 30.000 Euro selbst stemmen.

Dazu hat die Gemeinde verschiedene Aktionen geplant: Spendensammlungen, Tür-Kollekten, den Sponsorenlauf und ein Konzert mit den Musikgruppen der Gemeinde, das am 30. Oktober mit dem Kirchenchor St. Elisabeth und der Musikgruppe „Cantate Deo“ stattfinden soll.

Parallel dazu finden aber auch noch andere Renovierungsarbeiten statt, die durch Rücklagen und Zuschüsse finanziert werden. Das sind die Erneuerung des Kirchturmdaches und die Umsetzung neuer Sicherheitsauflagen in Kirche und Pfarrsaal.

Von Sophie Kaufmann

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