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Die Jugendfeuerwehr wächst wieder

40 Jähriges Bestehen Die Jugendfeuerwehr wächst wieder

Mit einem "Tag der offenen Tür" feierte die Jugendfeuerwehr Langenstein rund um das Feuerwehrgerätehaus ihr 40-jähriges Bestehen.

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Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr zeigten während des Festes ihr Können.

Quelle: Karin Waldhüter

Langenstein. Insgesamt 14 Mitglieder im Alter von 10 bis 14 Jahren zählt die Jugendfeuerwehr Langenstein derzeit. Nach einigen dünnen Jahren geht es also wieder bergauf, freut sich Leiter Ludwig Klingelhöfer, betont aber im gleichen Atemzug, dass noch mehr Mitstreiter jederzeit willkommen seien.

40 Jahre ist die Jugendfeuerwehr alt. Noch bevor sie am 15. Februar 1977 endgültig ins Leben gerufen worden war, hatte sie bereits 1976 ihre ersten Schritte gemacht. Erster offizieller Jugendwart war Gerhard Paulus.

Die Ausbildung in den folgenden Jahren erfolgte durch Kirchhains ehemaligen Stadtbrandinspektor Ingo Speh, den ehemaligen Stadtbrandinspektor der Stadt Witzenhausen Hans-Heinz Staude und Bernd Nau. Sie führten die Jugendfeuerwehr schon 1979 zur erfolgreichen Teilnahme an der Leistungsspange.

Hessenmeisterschaft war Höhepunkt

In den vergangen Jahren nahm die Jugendfeuerwehr Langenstein an vielen verschiedenen Pokalwettbewerben, Leistungsspangen, Jugendflammenab­nahmen und Orientierungsläufen teil. Die erfolgreichste Zeit waren die Jahre von 2007 bis 2012. Zwischen 2008 und 2010 sicherten sich die Nachwuchsbrandschützer dreimal den Titel des Stadtpokalsiegers.

2007 wurden sie gar Kreismeister, was zur Teilnahme an der Hessenmeisterschaft und damit dem bisherigen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte führte.

Vor dem Stadtpokal im Jahr 2008 hatte Ludwig Klingelhöfer einen riesigen „Obelix“ als Glücksbringer ersteigert, der noch heute das Maskottchen der Jugendfeuerwehr ist und auf dem Wappen der Jugendfeuerwehr nicht den Hinkelstein, sondern das Wahrzeichen des Ortes, den „Langen Stein“ trägt.

Klingelhöfer war von 2002 bis 2012 Jugendwart gewesen. 2015 übernahm er dann erneut „übergangsweise“ die Aufgaben. Seit diesem Jahr kümmert er sich gemeinsam mit Susanne Stein-Bast weiter um die Jugendarbeit. Er bekleidet somit eine Doppelfunktion als Wehrführer und Jugendwart.

Jugendfeuerwehr leistet wichtige Beiträge

Dass die Jugendfeuerwehren einen mehr als wichtigen Platz in der Gesellschaft einnähmen, sehe man nicht nur bei den jährlich stattfindenden Wettbewerben, sondern auch bei vielen Arbeiten in der Gemeinde, die fast schon heimlich, still und leise von den Jugendlichen geleistet würden, betonte er in seiner Festrede und nannte das Weihnachtsbaumsammeln, das Austeilen der gelben Säcke, die Brandwache am Osterfeuer, die Verkehrssicherung beim Laternenumzug oder die Unterstützung bei Aktionen anderer Dorfvereine als Beispiele.

All die erwähnten Tätigkeiten dienten nicht nur dazu, den eigenen Nachwuchs zu fördern und die Zukunft der Gruppe sicherzustellen, sondern auch, um das allgemeine Dorfleben zu stärken und aufzubauen.

In den Grußworten lobte unter anderem Bürgermeister Olaf Hausmann die guten Ideen der Feuerwehren zur Nachwuchsgewinnung. Der Job als Jugendwart sei einer der wichtigsten bei der Feuerwehr, betonte Stadtjugendwart Johannes Sprenger.

Fett- und Spraydosenexplosion

Es gelte, Dienste vor- und nachzubereiten. Noch dazu sei die Arbeit mit der Jugend auch eine Unterstützung der Einsatzabteilung und der Stadt. „All das passiert hier“, lobte Sprenger.

Anschließend demonstrierten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr eine Löschübung, wie sie auch beim Bundeswettbewerb gezeigt wird.

Ihr 40-jähriges Bestehen feierte die Jugendfeuerwehr mit zahlreichen Vorführungen wie einer Fettexplosion und einer Spraydosenexplosion. Damit wollten die Mitglieder der Einsatzabteilung sensibilisieren, auf die Gefahren hinzuweisen und das richtige Handeln demonstrieren. Auch den Umgang mit einem Feuerlöscher konnten die Gäste ausprobieren.

Neben Kaffee und Kuchen, Getränken und frisch Gegrilltem gab es für die jungen Besucher eine Bastel- und Spielecke und eine „Jugendfeuerwehrolympiade“. Die Feuerwehren aus Emsdorf und Burgholz boten Rundfahrten an.

von Karin Waldhüter

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