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30 000 Watt vom Hallendach

Roßdorf 30 000 Watt vom Hallendach

Die Sonne strahlte mit voller Kraft, als das Bürgersonnenkraftwerk auf der Roßdorfer Mehrzweck‑halle seiner Bestimmung übergeben wurde.

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Auf dem Dach der Mehrzweckhalle erläuterte Volker Klös (rechts) Ortsvorsteher Manfred Stumpf (von links), Dachdecker Harald Schaub, Michael Richter-Plettenberg (beide kniend) sowie den Anteilseignern Hans Werner Sauer, Horst und Angelika Pfeiffer und Bernhard Dörr die Technik der Anlage.

Quelle: Karin Waldhüter

Roßdorf. Die große Photovoltaikanlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle ist ein Projekt von zehn Bürgern aus der Region, das die Stadt Amöneburg und der Verein Sonneninitiative ins Leben gerufen haben. Nun wurde das Bürgersonnenkraftwerk den Anteilseignern übergeben. Auch wenn es im Landkreis schon mehrere Dächer gebe, sei dies das erste große Projekt für die Stadt Amöneburg, so Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg, der sich besonders für die Erzeugung von Erneuerbaren Energien in der Gemeinde einsetzt und sich freute, dass das Projekt noch vor der geplanten Kürzung der Einspeisevergütung realisiert wurde.

Dann ging er auf die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle und des 30 Jahre alten Flachdachs ein. Die Tragfähigkeit sei gering. Zusätzlich habe der lange Winter für Verzögerungen gesorgt. Weitere Probleme seien dann beim Öffnen des Daches aufgetreten: Bleche, die auf den Stahlträgern auflagen, zeigten Schäden durch Korrosion. „Heute können wir froh sein, dass wir die Schäden gesehen haben und beheben konnten“, so Richter-Plettenberg. Auf dem Dach wurde ein Gefälldachdämmung aufgebracht, die es energetisch schützt. Die Baukosten bezifferte Richter-Plettenberg auf rund 86 000 Euro.

Aufgrund der hohen Kosten müssten nun einige Maßnahmen, wie die geplanten neuen Stühle, zurückgestellt werden. Dafür „haben wir mit kleinem Geld eine ganze Menge erreicht, um die Halle für die Zukunft fit zu machen“, betonte der Bürgermeister und hob die große Unterstützung durch Eigenleistungen hervor.

von Karin Waldhüter

Mehr zu diesem Thema finden Sie in der gedruckten OP vom 10.07.2010.

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