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3 Paare und 150 Ehejahre

Goldhochzeit hoch drei 3 Paare und 150 Ehejahre

Eine goldene Hochzeit ist ein außergewöhnliches Ereignis im Leben eines Ehepaares. Dass drei Geschwister nach 50 Ehejahren gemeinsam ihre goldene Hochzeit feiern können, ist eine Seltenheit.

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Winfried und Renate Ruhl (von links), Oskar und Anneliese Ruhl und Manfred und Hildegunde Heinen (geb. Ruhl) feierten gemeinsam ihre goldene Hochzeit.Foto: Alfons Wieber

Neustadt. Manfred und Hildegunde Heinen (geb. Ruhl), Oskar und Anneliese Ruhl sowie Winfried und Renate Ruhl feierten am Samstag gemeinsam mit einer großen Gratulantenschar ihren 50 Jahre währenden gemeinsamen Lebensweg.

Geheiratet hatten die drei Paare im Abstand von etwa sieben Wochen. Gerne hätten sie, wie Anneliese Ruhl erzählt, an einem Tag geheiratet. Aber das sei wegen der räumlichen Entfernung der damaligen Wohnorte nur schwerlich möglich gewesen.

Den Anfang machten am 6. Juni 1962 Manfred und Hildegunde Heinen (geb. Ruhl), die sich auf der Verlobungsfeier von Winfried und Renate Ruhl kennengelernt hatten. Beide arbeiteten zu dieser Zeit bei der damaligen Strumpffabrik Ergee: der Essener Manfred Heinen auf Montage, Hildegunde in der Produktion. Bis auf ein Vierteljahr, das die beiden unmittelbar nach der Hochzeit in Italien verbrachten, lebten beide in Neustadt und erfreuten sich an drei Kindern und fünf Enkeln.

Ein Paar war lange in Berlin

Auch Oskar, der älteste der insgesamt acht Ruhl-Geschwister, und Annliese Ruhl hatten sich in der Strumpffabrik kennen und lieben gelernt, wo sie ebenfalls in der Produktion, er als Stricker und Strumpfwerker arbeitete.

Die gebürtige Schlesierin Anneliese war mit ihrer Familie nach dem Krieg aus ihrer Heimat vertrieben worden und in Neustadt hängen geblieben. Sie heiratete Oskar Ruhl am 26. Juli 1962 in Neustadt. 1964 zog das Paar in ihr neugebautes Haus, seit dieser Zeit wohnt es ununterbrochen in Neustadt. Mit besonderer Freude gratulierten dem Jubelpaar eine Tochter und zwei Enkel.

Einen weiten Weg zurück nach Hause hatte Winfried Ruhl. In Berlin, in der er zu Beginn der 60er Jahre als Elektromonteur arbeitete, hatte er seine Renate, die ebenfalls aus ihrer Schlesischen Heimat vertrieben worden war, kennengelernt und am 30. Juli 1962 geheiratet. 35 Jahre hatten die beiden in der heutigen Hauptstadt gelebt und alle Höhen und Tiefen der politischen Ereignisse in der damals geteilten Stadt mitgemacht. „Irgendwann habe ich es dann geschafft und Renate in meine alte Heimat gelockt“, freut sich Winfried Ruhl.

Mittlerweile leben die beiden, die ebenfalls drei Kinder großgezogen haben und sich über drei Enkel und einen Urenkel freuen, wieder im Stammhaus der Ruhls in der Neustädter Mauerstraße.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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