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236 000 Euro für drei Brücken

Sanierungsarbeiten 236 000 Euro für drei Brücken

Gleich drei Brücken ließ die Gemeinde Wohratal innerhalb eines Jahres sanieren – zwei davon liegen kaum 150 Meter voneinander entfernt.

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Ingenieur Volker Denhof (von links), Peter Hartmann, Reinhold Zarges vom zuständigen Bauunternehmen und Andreas Müller vom Gemeindevorstand nahmen die sanierte Wadebachbrücke nach der Fertigstellung in Augenschein.

Quelle: Florian Lerchbacher

Wohratal. Aller guten Dinge sind drei: Die Wadebachbrücke in der Gemarkung Halsdorf erstrahlt in neuem Glanze und ist damit nach der Mühlgraben- und der Bentreffbrücke das dritte Bauwerk, das innerhalb eines Jahres eine Generalüberholung erfuhr.

„Der Beton war schon früher fertig, aber der Asphalt bremste uns aus – daher zog sich das Projekt etwas hin“, berichtet Bürgermeister Peter Hartmann und freut sich, dass die Wadebachbrücke einfacher zu sanieren gewesen sei als die Brücke über den Mühlgraben bei Langendorf: „Da lagen einige Träger schon im Flussbett. Nach Abtrag des Asphalts fiel die Brücke mehr oder weniger auseinander.“

Land übernimmt 80 Prozent

Dort setzte die Gemeinde auch die Brücke über die Bentreff instand: „Da beide an einer Straße liegen war es uns wichtig, die Arbeiten möglichst schnell zu erledigen, um die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten“, erinnert sich der Rathauschef.

Die Kosten für die Sanierung der drei Brücken belaufen sich auf 236 000 Euro. Neben den Jagdgenossenschaften Langendorf und Halsdorf beteiligte sich daran auch ein Rauschenberger Landwirt. Außerdem gab es Fördermittel des Landes Hessen im Zuge des Kommunalinvestitionsprogramms (KIP) der Wirtschafts- und Infrastrukturbank.

Das Land übernimmt 80 Prozent der Tilgung, die Kommune mithin 20 Prozent. Die ersten zehn Jahre zahlt das Land die Darlehenszinsen komplett, danach kann auf Antrag ein Zinszuschuss des Landes in Höhe von einem Prozent für zehn weitere Jahre gewährt werden. Darüber hinaus ist eine weitere „Zinsdiensthilfe“ aus dem Landesausgleichsstock vorgesehen.

Für die letzten zehn Jahre sind dann keine Zuschüsse zu den Zinszahlungen der Kommune vorgesehen.

Die Gemeinde Wohratal ist mit ihren Brücken aber noch lange nicht fertig: Über Jahre diskutierten die Gemeindevertreter über die historische Sandsteinbrücke in Wohra und beschlossen letztendlich deren vollständige Sanierung: „Da wird das mit den Kosten etwas anders aussehen. Dann müssen wir schon etwas mehr Geld investieren.“

von Florian Lerchbacher

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