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Ostkreis 2011 soll wieder ein „Zugpferd“ kommen
Landkreis Ostkreis 2011 soll wieder ein „Zugpferd“ kommen
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19:15 22.10.2010
Michael Richter-Plettenberg freut sich, dass es für das Jahr 2011 bereits Anmeldungen für den Kunsthandwerkermarkt gibt. Quelle: Florian Lerchbacher

OP: Welches Fazit ziehen der Verein Kulturspektakel und die Stadt Amöneburg?
Richter-Plettenberg: Die Mitglieder des Vereins zogen ein durchweg positives Fazit – schon gleich am letzten Abend während eines gemütlichen Essens. Wir sind mit der Veranstaltung insgesamt sehr zufrieden.Auch die Stadt Amöneburg ist zufrieden – ich habe nichts Negatives gehört. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass sich alles gut eingespielt und die Veranstaltung sich etabliert hat. Das kann man zum Beispiel daran sehen, dass wir heute schon Anmeldungen haben für den Kunsthandwerkermarkt 2011, für den noch gar kein Termin feststeht. Das ist ein gutes Zeichen, weil wir der Meinung sind, dass das Spektakel über die kulturellen Aspekte hinaus für den Standort Amöneburg eine wichtige Veranstaltung ist.Wir hatten durch die Ferien bedingt etwas weniger Zuschauer als in den Vorjahren – zum Beispiel am Familientag –, insgesamt waren es knapp unter 4 000 Besucher. Dafür hatten wir einen Vorteil durch das Wetter. Viele ehrenamtliche Helfer aus allen Stadtteilen trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei. Das ist sehr positiv.

OP: Haben sich die Neuerungen bewährt, sprich die Verpflichtung von Mirja Boes als Star und die Ausrichtung eines Hiphop-Contests?
Richter-Plettenberg: Einen bekannten überregionalen Künstler zu engagieren hat sich auf alle Fälle bewährt. Dass die Veranstaltung am Ende in der Halle stattgefunden hat, war kein Verlust. Sie war sehr gut. Die Kooperation mit der Schule war hervorragend und sehr unbürokratisch. Wir haben festgestellt, dass so eine Veranstaltung fantastisch auch in der Halle der Schule produziert werden kann – schon rein von der Technik her. Wir überlegen, ob man dies sogar planmäßig wiederholt. Ansonsten planen wir, so etwas wieder zu machen, keine Frage: Sich bei einer Veranstaltung mit einem Zugpferd durchaus von der Masse abzusetzen, ist nach wie vor sinnvoll. Da arbeiten wir dran. Der Hiphop-Contest war inhaltlich eine sehr gute Veranstaltung, von der alle Beteiligten direkt danach sagten, dass sie ihnen gut gefallen habe und dass sie wiederholungswürdig sei – allerdings müssen wir schauen, ob das in den nächsten Jahresplan passt. In jedem Fall sagten alle, dass sie beim nächsten Mal ganz viele Leute mitbringen würden, da es richtig klasse gewesen sei. Rein inhaltlich und vom Ablauf war es ein toller Abend.

OP: Wie sieht es auf der finanziellen Seite aus?
Richter-Plettenberg: Wir haben in der Gesamtbetrachtung ein leichtes Defizit gemacht, was mit rund 4 000 Euro etwas höher ist als im vergangenen Jahr. Wobei in dieser Summe auch Kosten drin sind, die ich abziehen müsste, weil sie Investitionen für die nächsten Jahre sind. Wir haben Stühle gekauft und dies und das gemacht, was zwar dieses Mal kassenwirksam wurde, aber für die kommenden Veranstaltungen nutzbar ist.

OP: Was für Neuerungen oder Veränderungen planen Sie für das kommende Jahr?
Richter-Plettenberg: Der Vorstand des Vereins möchte ganz unbedingt die Veranstaltung wiederholen – und das auch nicht erst in zwei Jahren, sondern im kommenden Jahr. Es ist immer wieder in der Diskussion, das Spektakel alle zwei Jahre auszurichten. Aber wir sind uns im Vorstand einig, dass es klug ist, die ersten Jahre – bis es sich richtig etabliert und vielleicht auch strukturell ausgeweitet hat – richtig Gas zu geben. Das heißt, wir planen für das nächste Jahr eine von der Struktur her ähnliche Veranstaltung wie dieses Jahr. Den Termin wollen wir nächste Woche festlegen, aber vermutlich wird er im Juni sein. Eine mögliche Neuerung wäre, das Spektakel in der Weise zu erweitern, dass wir beispielsweise eine Veranstaltung vor und eine nach diese Woche legen, zum Beispiel in den September – aber sie zum Kulturspektakel dazuzählen und unter der Überschrift „Der Verein Kulturspektakel präsentiert“ laufen lassen.

Das Interview führte Florian Lerchbacher.