Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Zwischen Glasperlen und Papierpfauen

Kunstmarkt in Goßfelden Zwischen Glasperlen und Papierpfauen

Es gab nicht nur vielerlei Kunsthandwerk zu kaufen. Beim Kunstmarkt in der Lahnfelshalle Goßfelden konnten die Besucher den Hobbykünstlern auch bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Voriger Artikel
„Wollen trotzdem Ja zum Leben sagen“
Nächster Artikel
Das Bratkartoffelfett und die Entwässerungssatzung

Angelika Stinzing aus Hatzfeld-Reddighausen war zum zweiten Mal in Goßfelden dabei. Sie zeigte das Wickeln von Glasperlen am Gasbrenner.
Fotos: Manfred Schubert (3), Privatfoto

Quelle: Manfred Schubert

Goßfelden. In der Lahnfelshalle fand am Wochenende wieder der Kunstmarkt der Hobbykünstler Goßfelden statt, bei dem diesmal 35 Aussteller, darunter zehn aus dem veranstaltenden Verein, dekorative Kunsthandwerksprodukte und Kunstwerke anboten.

1600 Besucher kamen zu dem, wie Bürgermeister Manfred Apell während der Markteröffnung am Samstag betonte, ersten Kunstmarkt in der Gemeinde Lahntal. 1985 ins Leben gerufen, sei er Vorreiter für andere Veranstalter gewesen und habe diesen gezeigt, wie man so etwas organisieren könne.

Von Anfang an und bis heute sei der soziale Aspekt ganz wichtig, berichtete Dagmar Becker, seit 27 Jahren Vorsitzende der Hobbykünstler Goßfelden. Der Markt sei auch eine Begegnungsstätte, immer wieder träfen sich dort Menschen, die sich manchmal schon lange nicht mehr gesehen hätten. Viele sonst so nicht mögliche Gespräche zwischen den Ausstellern und Besuchern finden statt. Es gibt zahlreiche Stamm­aussteller, der Kunstmarkt Goßfelden bietet aber auch Neulingen die Möglichkeit, sich mit ihren Arbeiten einem großen Publikum zu präsentieren. Zu den sieben Ausstellern, die erstmals in der Lahnfelshalle dabei waren, gehörten „alte Hasen“ wie der Kirchhainer Bildhauer Hans-Heinrich Thielemann, dem die Besucher bei der Bearbeitung von Sand- und Speckstein zusehen konnten.

Aber eben auch solche, die noch nie an einem Markt teilgenommen haben, wie beispielsweise Huong Weide aus Goßfelden mit ihren Origami-Arbeiten. Bis zu drei Tage braucht sie, um ihre Figuren aus 1000 Papierstückchen zusammenzusetzen. Sie hatte gedacht, dass besonders ihre „Hochzeitsschwäne“ gefragt sein würden, aber es wurden vor allem Pfauen gekauft. Die Marburgerin Margret Rusch hatte im Vorjahr den Markt als Gast besucht. „Die Atmosphäre hat mir gefallen, er ist überschaubar und sympathisch.“ Das bewog sie, hier erstmals öffentlich gestickte Weihnachtskarten, Lesezeichen und Bänder mit humorvollen Sprüchen anzubieten.

Selbst wenn nicht jeder etwas kaufte: dass die Besucher fast alle ein Lächeln im Gesicht hatten, stellte auch eine Anerkennung für die Künstler dar.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr