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Zirkus weist Vorwurf zurück

Spenden Zirkus weist Vorwurf zurück

„Wir sind kein Bettelzirkus“, hatte Zirkuschef Alfredo Sarrani vergangene Woche gesagt, als die OP über den wegen der Hitze derzeit in Sterzhausen festsitzenden Zirkus berichtete.

Sterzhausen. Daraufhin meldete sich OP-Leser Dr. Heinz Hahn, der von einem Besuch einer Frau in der vergangenen Woche berichtete, die „zweimal aggressiv meine Hausklingel betätigte“ und sich als Mitarbeiterin des Zirkus Sarrani ausgegeben habe. Sie habe „in einem Wortschwall die Notsituation des Zirkus“ geschildert, und eine Liste gezeigt, auf der Namen von Nachbarn und offenbar gespendete Summen zu sehen waren.

Auch Dr. Hahn spendete schließlich 20 Euro, doch, so erzählt er weiter, erschien das der Frau offenbar nicht genug. Sie forderte noch mehr Geld, was er ablehnte. Daraufhin verschwand die Frau „dank- und grußlos“. Einige Nachbarn machten nach seinen Angaben ganz ähnliche Erfahrungen mit der Frau. „Ob Alfredo Sarrani wohl von dieser Spendenakton weiß?“, fragte sich der Marburger daraufhin in einem Brief an die OP.

Damit konfrontiert, wies Alfredo Sarrani den Vorwurf zurück: „Das war keiner von uns. Das machen wir nicht“, erklärt der Zirkusdirektor auf OP-Nachfrage. Seine Erklärung: „Das sind Trittbrettfahrer“, die es für sich ausnutzten, dass ein Zirkus in der Nähe sei. Das erlebe man nicht zum ersten Mal, der Zirkus könne aber auch nicht wirklich etwas dagegen machen.

Auch Dr. Hahn will nicht ausschließen, dass es sich bei der Spendensammlerin um eine Trittbrettfahrerin gehandelt haben könnte, die mit dem Zirkus nichts zu tun hatte.

Bei der Polizei in Marburg ist unterdessen über derartige Spendensammler nichts bekannt, so Sprecher Martin Ahlich. Er rät aber grundsätzlich zur Vorsicht an der Haustür. „Ein gesundes Maß an Misstrauen ist ratsam“, so Ahlich. Man solle sich auf jeden Fall nicht unter Druck setzen lassen.

von Michael Agricola

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Jeder Tag bringt Verluste: Mensch und Tier bei „Sarrani“ müssen in Sterzhausen abwarten, bis es kühler wird.

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