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Ziel mit 20: Bundestagsabgeordnete

Eine von hier Ziel mit 20: Bundestagsabgeordnete

Ja, ja, der liebe Sören Bartol. Der sitzt ja bekanntermaßen wieder für „uns“, also für uns Menschen in und um Marburg, im Bundestag in Berlin. Dabei ist der gar nicht von hier.

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Sie hat einen prominenten „Boss“: Ingrid Arndt-Brauer mit dem neuen SPD-Frontmann Sigmar Gabriel, der auch schon über Bundesminister-Erfahrung verfügt.

Wetter. Der Sören Bartol – hätten Sie‘s gewusst – kommt in Wirklichkeit aus der Hansestadt Hamburg. Aber soll man‘s glauben, es gibt in Berlin doch tatsächlich eine Abgeordnete, die von hier ist. Sie sitzt wie Sören Bartol im Block der Sozialdemokraten, und dies auch schon zum wiederholten Mal. Da darf man schon mal staunen. Wer hat es denn von hier so weit gebracht? Nun, eine, die es schon mit 20 vorhatte, Mitglied des Deutschen Bundestags zu werden.

Die Rede ist von Ingrid Arndt-Brauer. 1961 in Marburg geboren, wuchs sie in der Nordkreis-Stadt Wetter auf, besuchte dort die Gesamtschule und später in Marburg das Gymnasium Philippinum. Es schloss sich ein Studium der Betriebswirtschaftslehre und Soziologie an der hiesigen Philipps-Universität an. Also damit ist Ingrid Arndt-Brauer ganz sicher als „Eine von hier“ qualifiziert. 1985 und 1986 saß sie sogar im Stadtparlament von Wetter. „Heute mag das nach nichts Besonderes klingen“, sagt sie, doch damals war es schon etwas Besonderes.

Ganze zwei Frauen wagten es, bei der Kommunalwahl für die SPD zu kandidieren. So etwas wie eine Frauenquote gab es noch nicht, und überhaupt war noch alles so ziemlich in der Hand des starken Geschlechts. Da war es schon eine Sensation, dass eine 24-Jährige auf Listenplatz 10 stand. Vielleicht war es ein Zugeständnis, weil ihr Vater bereits für die damalige Flüchtlings- und Vertriebenenpartei im Stadtparlament wie auch im Magistrat gesessen hatte.

„Es war jedenfalls sehr schwierig damals, sich zu behaupten“, erinnert sich Ingrid Arndt-Brauer. Dabei hatte sie zum damaligen Zeitpunkt schon längst eine Vorstellung davon, wohin sie das Leben tragen sollte. „Ja, ich habe mit 20 Jahren eine Standortbestimmung unternommen und mir drei persönliche Ziele gesetzt. Ich wollte einmal im Leben einen Marathon laufen, Bundestagsabgeordnete werden und meine Doktor-Arbeit schreiben“, fasst sie knapp zusammen.

von Götz Schaub

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