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Nordkreis Wollmar bittet zum nächsten Tanz
Landkreis Nordkreis Wollmar bittet zum nächsten Tanz
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17:54 01.09.2014
Wollmar

Hunderte Gäste erwartet die Trachtengruppe Wollmar zwischen dem 4. und 7. September - genau ein Jahr nach dem Grenzgang wird das Dorf erneut zur großen Bühne. Vier Tage lang feiert die Trachtengruppe dann ihr 50-jähriges Bestehen, die Gitarrengrupe blickt auf 40 gemeinsame Jahre zurück.

Höhepunkt des Festwochenendes ist der Trachtenumzug, der am Samstag um 17.30 Uhr beginnt. Für ihn haben sich etwa 400 Personen angekündigt, sie nehmen in acht verschiedenen regionalen Trachten Aufstellung. Hierzu reisen Trachtenvereine aus ganz Hessen und Thüringen an.

Das Festprogramm startet am Donnerstag mit einem Festkommers, bei dem auf die vergangenen 50 Jahre des Vereins geblickt wird. Des Weiteren werden sich die fünf Gruppen der Trachtengruppe repräsentieren. Der Abend wird von Claudia Henseling und Klaus Peter Fett moderiert. Am Freitag erklingen auf der 99,9 Prozent Deutsch-Party Hits aus den vergangenen Jahrzehnten, dazu gibt es Cocktails aus der Backhausbar.

Am Samstag werden nach dem Festzug die befreundeten Gruppen und Kapellen im Festzelt am Sportplatz auftreten. Es gibt einen Weinstand und abends spielen die Frankenland-Musikanten, eine 18 Personen starke Kapelle aus Greußenheim, im Festzelt.

Den Abschluss des Festes bildet am Sonntag ein Familiennachmittag für musikalische Unterhaltung, bei dem das Duo Urgestein für Stimmung sorgen will. Auch für die kleinen Gäste gibt es viele Spielmöglichkeiten wie das Spielemobil oder eine große Hüpfburg. Nachmittags wird Kaffee und Kuchen angeboten.

Ausgangspunkt wardas Grenzgangfest 1964

Die Trachtengruppe bereitet sich seit zwei Jahren auf ihr großes Fest vor. Für den reibungslosen Ablauf sorgen etwa 100 Helferinnen und Helfer. Besonders freuen sich die Wollmarer auf den Besuch befreundeter Trachtengruppen, die unter anderem aus dem Odenwald, dem Main-Kinzig-Kreis und aus Thüringen anreisen.

Gegründet wurde die Trachtengruppe Wollmar im Dezember 1964. Der Auslöser war das vorangegangene Grenzgangfest, das größte Wollmarer Traditionsfest. Bei diesem Fest nahm Heinrich Rees, Lindenberg 16, eine Dia-Serie vom historischen Festzug auf, welche am 3. Dezember im Rahmen eines Dorfabends in der Gastwirtschaft Freiling vorgeführt wurde. Im Anschluss an diesen Dorfabend wurde die Jugendgruppe gegründet, aus der sich die heutige Trachtengruppe entwickelte.

Die damalige Gruppe hatte zum Zeitpunkt der Gründung 19 Mitglieder, die Leitung der Jugendgruppe übernahmen Joseph Stybelska und Gertrud Holzapfel. Parallel zu der Jugendgruppe hatte die Lehrerin Annelise Bockel die Leitung einer Kindergruppe übernommen. 1968 löste sich die Kindergruppe wieder auf, da die Lehrerin aus Wollmar wegzog.

Die Jugendgruppe übte regelmäßig im Saal der Gastwirtschaft Freiling und wurde während der ersten Jahre vom damaligen Kreisjugendpfleger Walter Gutjahr und seiner Frau Hildegard betreut. Nach und nach wurde die Gruppe immer selbstständiger und unabhängiger, wobei die gute Zusammenarbeit mit der HVT (Hessische Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege) und dem Bund kultureller Jugend bis heute geblieben ist.

Die Trachtengruppe Wollmar besteht inzwischen aus über 250 Mitgliedern, davon ist die Hälfte der Vereinsangehörigen in verschiedenen Gruppen aktiv tätig. Im Laufe der Jahre haben sich durch die zahlreiche Fahrten zu Hessentagen, zum Landeskindertrachtentreffen oder auch zum Deutschen Trachtentreffen viele Kontakte gebildet. So pflegt die Gruppe zum Beispiel Kontakte nach Norddeutschland, Bayern, in den Schwarzwald, nach Ungarn, Lettland, in die Slowakei und sogar nach Weißrussland.

Die Gruppe trägt bei Auftritten und bei Festumzügen die Marburger evangelische Tracht, wie sie auch teilweise noch von älteren Dorfbewohnern getragen wird. Zu bestimmten Anlässen, wie Hochzeiten oder auch für Ernteumzüge, variiert die Tracht in Form und Farbe.

Des Weiteren hat sich aus der Trachtengruppe heraus noch eine Mundart- und Laienschauspielgruppe ,,S’Anna‘‘ mit wechselnder Besetzung gebildet, die mit selbst geschriebenen und zusammengestellten Sketchen und Stücken schon viele Auftritte in der Region hatte.

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