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„Wollen zukunftsfähige Zentren schaffen“

Münchhausen „Wollen zukunftsfähige Zentren schaffen“

Die Gemeinde Münchhausen setzt auf eine gezielte Stärkung der Dorfzentren. Deshalb will sie wissen, welche Geschäfte sich dort etablieren können.

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Setzten auf eine Befragung: Peter Funk (von links), Heiner Dippel und Rainer Ulbrich, Vorsitzender des Sozialausschusses.

Quelle: Schaub

Münchhausen. Die Rechnung ist einfach und praktisch für jedes Dorf gleich. Stirbt das Leben im Ortskern aus, bricht eine wichtige Lebensader weg. Gerade aufgrund der demografischen Entwicklung sei es nun an der Zeit, zukunftsfähige Konzepte zu erarbeiten, die Dorfzentren beleben und für die Einwohnerschaft attraktiv machen. Dazu zählen insbesondere Geschäfte und Einrichtungen, die zusammen für eine gute Nahversorgung stehen und letztendlich die Orte auch für potenzielle Neubürger und jüngere Menschen als Wohnort attraktiv machen. Somit ist die Zukunft des Marktes in Münchhausen, die zuletzt mehrfach diskutiert wurde nur eine Fragestellung von vielen.

Um eine solide Diskussionsbasis zu schaffen, suchte die Gemeinde Münchhausen die Zusammenarbeit mit Heiner Dippel, Geschäftsführer der Handelshaus Consult GmbH. Diese GmbH wurde als Serviceeinrichtung des Einzelhandelsverbandes Hessen-Nord gegründet. Münchhausens Bürgermeister Peter Funk ist mit dem Ansatz sehr zufrieden.

„Wir müssen das Problembewusstsein bei den Bürgern schärfen, schließlich bestimmen doch die Bürger selbst durch ihr Kaufverhalten, was sich in ihren Orten halten kann und was nicht. Wir wollen jetzt die Hilfestellung geben, weil es um uns alle geht.“ Dippel ist sehr zuversichtlich, nach diversen gemeindespezifischen Diskussionen nun den richtigen Fragenkatalog entwickelt zu haben.

Jetzt komme es darauf an, dass auch viele Bürger mitmachen, sich die Zeit für die insgesamt 38 Fragen nehmen und den ausgefüllten Fragebogen wieder zurücksenden. Die Fragen, die mitunter auch auf die persönliche Situation abzielen, werden durch ankreuzen anonym beantwortet. Die Ergebnisse werden dann in Gruppen zusammengefasst, die ganz einfach in Prozentangaben münden. So muss keiner Sorgen haben, dass seine ganz persönlichen Verhältnisse irgendwo durchsickern können.

„Wer dennoch mit der einen oder anderen Frage seine Schwierigkeiten hat, kann diese auch unbeantwortet lassen“, sagt Dippel. Er will natürlich Mut machen, dass viele mitmachen, denn ohne gesicherte Grunddaten fällt es ungleich schwerer zu ermitteln, wie die Nahversorgung zukunftsfähig entwickelt werden kann. Am Montag werden die Fragebögen mit Informationen zum Datenschutz verteilt. Nach zehn Tagen sollten sie dann den Weg zurück nehmen. Für November ist eine öffentliche Informationsveranstaltung mit Ergebnispräsentation geplant.

von Götz Schaub

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