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Wohnkonzepte und Mobilität im Fokus

4 Fragen - 4 Antworten Wohnkonzepte und Mobilität im Fokus

Am 18. Februar findet in der Stadt Wetter eine ­Bürgermeister-Direktwahl statt. Erstmals seit Einführung der Direktwahlen mit nur einem Kandidaten: Bürgermeister Kai-Uwe Spanka.

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Kai-Uwe Spanka strebt die dritte Amtszeit als parteiloser Bürgermeister der Stadt Wetter an.

Quelle: Privatfoto

Wetter. Es ist Wahlkampf in Wetter. Ein sehr ruhiger, weil es dieses Mal niemanden gibt, der den parteilosen Amtsinhaber Kai-Uwe Spanka herausfordern wollte. Die OP fragt nach, wie er sich die Weiterentwicklung der Lebensqualität in seiner Stadt vorstellt.

OP: Die Gruppe der Senioren, ­sagen wir mal ab Eintritt ins Rentenalter mit Mitte 60, wächst stetig. Und sie hat sehr unterschiedliche Bedürfnisse, Ansprüche und Wünsche. Welche Angebote wollen Sie in den nächsten sechs Jahren als verlässlich sicherstellen beziehungsweise neu entwickeln?

Kai-Uwe Spanka: Die Stadt Wetter ist seit vielen Jahren mit den Angeboten im Rahmen der Seniorenarbeit sehr gut aufgestellt. Zusammen mit dem St. Elisabeth Verein, den Gemeinden Lahntal und Cölbe und den ehrenamtlichen Hilfen haben wir schon heute eine breite Angebotspalette. Die Senioren aktiv Woche, mit ihrem Mix an Bildungs- und Freizeitangeboten, bleibt weiterhin ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Den Bedürfnissen angepasste Veränderungen wird es sicherlich im Zuge des Neubaus der Altenhilfe Wetter geben. Für Wohnkonzepte und Mobilität auf den Stadtteilen und in der Kernstadt wird es von mir konkrete Vorschläge ­geben.

Kai-Uwe Spanka

„Wir sind in Wetter mit unseren Energieprojekten Vorreiter. Mit den Nahwärme- und Stromkonzepten haben wir viele Menschen erreicht und bis zum heutigen Tage große Erfolge erzielt.“

OP: Mit welchen Argumenten überzeugen Sie junge Familien davon, dass es sich lohnt, den persönlichen Lebensmittelpunkt in Wetter zu haben?

Spanka: Wetter bietet in der Kernstadt und den Stadtteilen für Familien, ob mit oder ohne­ Kinder, ein breites Angebot für alle Lebenslagen. Mit erschwinglichem Baulandpreisen, ökologischen Wärmekonzepten, Kinderbetreuung bis zum späten Nachmittag, einer sehr guten fußläufig zu erreichenden innerstädtischen Infrastruktur und vor allem einer sehr breiten Vereinsstruktur hat sich Wetter in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt. Wir sind Wohnstandort im ländlichen Raum zwischen den großen Arbeitgebern im Landkreis Wal­deck Frankenberg und Marburg. Daneben liegen wir ideal zu den angrenzenden Naherholungsgebieten Burgwald und Wollenberg.

OP: Vereine sind sicher wichtige Motoren für das Miteinander, für Begegnungen und das Leben im Dorf beziehungsweise in der Stadt. Doch für viele wird es zunehmend schwerer, Veranstaltungen
zu planen, zu finanzieren und mit eigenem Personal umzusetzen. Welche Unterstützung möchten Sie als Bürgermeister Vereinen garantieren?

Spanka: Die Unterstützung der Vereinsarbeit war in den vergangenen Jahren einer meiner Schwerpunkte. Aus der eigenen Erfahrung weiß ich, wie schwierig es heute ist, Vereine zu führen. In vielen Bereichen sind es kleine Wirtschaftsbetriebe mit einem riesigen Bürokratieaufwand. Ich möchte auch zukünftig unsere Vereine finanziell über die 10-prozentige ­Investitionsförderung und mit dem fachlichen Know-how der Verwaltung unterstützen. Wie in der Vergangenheit werde ich versuchen, dort wo es nötig ist, schnelle Hilfe und Unterstützung zu leisten.

OP: Welche Möglichkeiten sehen Sie in Wetter, weiter an der Energiewende mitzuarbeiten?

Spanka: Wir sind in Wetter mit unseren Energieprojekten Vorreiter. Mit den Nahwärme- und Stromkonzepten haben wir viele Menschen erreicht und bis zum heutigen Tage große Erfolge erzielt. In Wetter werden z.B. rund 300 Stromerzeugungsanlagen betrieben, die mit über 16 Millionen Kilowattstunden schon 4 Millionen Kilowattstunden mehr erzeugen als unsere privaten Haushalte in Wetter derzeit verbrauchen. Diesen Weg möchte ich weiter mit den Menschen vor Ort verfolgen. Energiekonzepte funktionieren aus meiner Erfahrung nur kleinräumig und nicht überregional.
Wir müssen weg von den fossilen Brennstoffen.

von Götz Schaub

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