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Wetters Stromnetz ist gut 7 Millionen wert

Energie Wetters Stromnetz ist gut 7 Millionen wert

Die Diskussion um Stromkonzessionen in Wetter kann jetzt mit harten Zahlen geführt werden: Der Netzbetreiber eon hat den Wert des Netzes errechnet.

Wetter. Der bisherige Strom-Netzbetreiber Eon übergab der Stadt Wetter am Montag eine genaue Auflistung über das Stromnetz und die zugehörigen Einrichtungen auf dem Stadtgebiet, inklusive der Netzpläne. Den Rückkaufwert beziffert Eon auf 7,03 Millionen Euro. Bislang waren als vorläufige Summe 6,6 Millionen Euro genannt worden, erläuterte Bürgermeister Spanka bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Erst jetzt, mit der Vorlage der Pläne, könne die Stadt die Rechnungen von Eon von Fachleuten überprüfen lassen, was nun bald in Auftrag gegeben werden soll.

Gerechnet wird damit, dass sich letztlich der Preis für einen Rückkauf des Netzes noch deutlich ermäßigen könnte. Spanka nannte als Beispiel Wehrda, wo die Stadtwerke Marburg statt der geforderten 4,5 Millionen Euro am Ende etwa 3,3 Millionen Euro an Eon zahlten. Einstimmig angenommen wurde in diesem Zusammenhang im Hauptausschuss ein Antrag der Grünen, der Magistrat solle mit den anderen Nordkreisgemeinden Kontakt aufnehmen und den jeweiligen Sach- und Kenntnisstand von dort einholen, um die eigene Informationsbasis der Parlamentarier zu verbessern.

Hintergrund der Debatte um die Stromkonzessionen ist, dass die Verträge mit dem Versorger und bisherigen Netzbetreiber Eon in vielen Gemeinden Ende 2011 auslaufen. Das eröffnet den Gemeinden neben der Verlängerung der Verträge mit Eon auch noch andere Wege. Sie könnten die Konzessionen an einen anderen Anbieter geben oder die Netze zurückkaufen und sie zum Beispiel in eine neue Netzgesellschaft mit weiteren Partnern einbringen. Dieses Angebot machen derzeit die Stadtwerke Marburg, aber auch Eon den heimischen Gemeinden.

Bürgermeister Spanka rechnet aber damit, dass im Laufe der Zeit auch noch weitere Anbieter auf die Kommunen zukommen werden.

von Michael Agricola

Einen ausführlichen Bericht aus dem Haupt- und Finanzausschuss lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten OP.

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