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Wetter wirbt um Studierende

Stadtparlament Wetter wirbt um Studierende

Studenten nach Wetter locken - das würden die Stadtverordneten in Wetter gern tun. Allerdings besteht über den richtigen Weg dazu noch kein Einvernehmen, wie sich in der gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanzauschusses mit dem Bauausschuss zeigte.

Wetter. Die SPD hatte einen entsprechenden Antrag eingebracht, nun berichtete Bürgermeister Kai-Uwe Spanka über den Sachstand. Eine Nachfrage der Verwaltung beim Studentenwerk in Marburg hatte nach seinen Worten ergeben, dass sich nach dem Semesterbeginn die Lage für die Studierenden auf dem Wohnungsmarkt normalisiert habe. Eine Veröffentlichung im Amtsblatt, in der die Wetteraner gefragt wurden, ob sie Wohnraum für Studierende zur Verfügung stellen würden, habe nur zwei Rückmeldungen ergeben, informierte Spanka weiter. Zudem habe die Stadt einen Aufruf auf der Internetseite platziert.

Das war SPD-Mann Harald Althaus nicht genug des Einsatzes. Ziel sei es nicht gewesen, Marburg „unter die Arme“ zu greifen, sondern Wetter für andere Bevölkerungsschichten attraktiver zu machen. „Wir geben uns nicht zufrieden damit“, sagte er und erntete Zustimmung bei anderen Fraktionen. Allerdings sahen diese die Erfolgschancen pessimistischer. Arnold Radtke (Die Linke) hielt die Anbindung mit Bahn und Bus für entscheidend. Der letzte Zug erreiche Wetter um 20.45, der letzte Bus um 22.45 Uhr. Solange dies nicht besser sei, werde sicherlich kein Student nach Wetter ziehen. Elke Weide (CDU) glaubte, dass Wetter für die jungen Leute insgesamt zu wenig zu bieten habe. Daran werde auch der Mietpreisvorteil nicht viel ändern, fürchteten mehrere Ausschussmitglieder. Am Ende vereinbarte man mit dem Bürgermeister ein weiteres Treffen, um gemeinsam eine Strategie dafür zu entwickeln, wie man für Wetter werben kann. Auf jeden Fall soll schon mal eine Übersicht aller Verkehrsverbindungen zwischen Marburg und Wetter erstellt werden.

von Michael Agricola

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