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Nordkreis Wetter feiert lebendige Partnerschaft
Landkreis Nordkreis Wetter feiert lebendige Partnerschaft
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20:17 16.07.2010
Beim Grenzegang vor zwei Jahren feierten die Wetteraner und ihre Gäste aus Deutschkreutz zuletzt zusammen in Wetter. An diesem Wochenende kommt eine Delegation aus dem Burgenland zum Stadtfest anlässlich der 30 Jahre währenden Städtepartnerschaft. Quelle: Archivfoto

Wetter. Es ist eine nicht alltägliche Partnerschaft, die da seit 30 Jahren besteht und sie fußt zu einem großen Teil auf den dramatischen Ereignissen in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts mit den beiden Weltkriegen. Die Marktgemeinde Deutschkreutz an der österreichisch-ungarischen Grenze wurde in den vergangenen 30 Jahren zu einer Brücke in die alte Heimat – zumindest für eine Reihe Wetteraner Bürger, die nach 1945 als Vertriebene aus dem deutschsprachigen ungarischen Gebiet der Stadt Harkau in den Landkreis und nach Wetter kamen.

Denn Deutschkreutz und Harkau liegen „nur einen Steinwurf“ entfernt und waren doch über Jahrzehnte durch eine fast undurchlässige Grenze getrennt. Der Suche nach den in alle Richtungen verstreuten alten Harkauern ist letztlich auch der Kontakt der Deutschkreutzer nach Wetter und diese Städtepartnerschaft zu verdanken. Ausgehend von Einzelkontakten entwickelte sich eine Verbindung zwischen Wetter und Deutschkreutz, „die vor allem von den Vereinen mit Leben erfüllt und aktiv gelebt wird“, wie Bürgermeister Kai Uwe Spanka weiß.

Das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft wird am Samstag und Sonntag mit einem Stadtfest gefeiert. Am frühen Samstagnachmittag ist für die geladenen Gäste aus den Partnergemeinden ein Empfang und eine historisches Stadtführung durch Wetter vorgesehen. Um 19 Uhr lädt die Stadt zum offiziellen Festakt in die Stadthalle ein. Dort steht die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde auf dem Programm. Warum man die Feier in diesem Jahr ausgerechnet in die Ferien gelegt hat, hat einen einfachen Grund: Derzeit findet eine gemeinsame Sommerfreizeit für Jugendliche aus Wetter und Deutschkreutz statt.

Um eine Städtepartnerschaft auf lange Sicht lebendig zu halten, sollte man auch die Jugend miteinbeziehen, findet Spanka. Deshalb habe man sich mit dem Termin für das Stadtfest nach diesem Jugendaustausch gerichtet, auch wenn vielleicht dann einige Bürger wegen der Sommerferien vielleicht nicht dabeisein könnten. Um der zentralen Rolle der Jugendlichen in diesem Partenrschaftsfest Ausdruck zu verleihen, werden die jungen Leute bei der Feierstunde am Samstag eine innerhalb ihres Camps erarbeitete und selbst gestaltete Partnerschaftsurkunde unterzeichnen.

von Michael Agricola

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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