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Wehrleute erweisen sich als Lebensretter

Bedrohliche Einsätze Wehrleute erweisen sich als Lebensretter

Vier Menschen haben die derzeit 20 Aktiven der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Sterzhausen im vergangenen Jahr während ihrer 11 Einsätze aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet.

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In der Feuerwehrversammlung verabschiedete Vorsitzender Hans Gaszak (oben links) den langjährigen Aktiven Fritz Rein.

Quelle: Elvira Rübeling

Lahntal. Für die sechs Brandeinsätze und fünf Hilfeleistungen wendeten sie allein 1665 Stunden auf. Verkehrsunfälle in Michelbach und Caldern-Kernbach, Wassereinbrüche und Unwettereinsätze in Sterzhausen, der Flächenbrand „Bringsfelden“, ein Wohnhausbrand in Kernbach, Feuer in der Biogasanlage Geißel sorgten unter anderen dafür, dass die Einsatzabteilung teilweise bis an ihre Grenzen gefordert war.

Und damit noch nicht genug. An jedem 3. Freitag im Monat gehören Ausbildung und Übungen zum Pflichtprogramm. Dabei legt Wehrführer Andreas Wiegand allergrößten Wert auf eine regelmäßige Beteiligung, denn im Notfall müssen sich die Kameraden immer gegenseitig aufeinander verlassen können. Wer diese Erwartungen nicht erfüllt, riskiere, die Einsatzgruppe verlassen zu müssen. Aber trotz seiner deutlichen Worte während der Jahreshauptversammlung am Samstagabend, war er mit der Leistung seiner Truppe bei allen Einsätzen zufrieden.

Fast 2000 Stunden geübt

Mit einer musikalisch sehr originell unterlegten Powerpoint-Präsentation ließen die Verantwortlichen die Einsätze noch einmal Revue passieren. Mit der Teilnahme an diversen Lehrgängen im Übungscontainer „Fire Dragon“, beim Wasserrettungskonzept, den Brandschutzunterweisungen in der Einrichtung „Krafts Hof“, „Caldener Lebenshilfe und im Einkaufszentrum Sterzhausen haben die Kameraden insgesamt rund 1915 Stunden im vergangenen Jahr aufgewendet. Eine Leistung die keinesfalls selbstverständlich ist und trotzdem, wie in anderen Orten auch, oftmals nicht die nötige Wertschätzung seitens der Bevölkerung findet.

Zufrieden und froh über den großen Zusammenhalt war auch der Vorsitzende Hans Joachim Gaszak. Denn der funktioniere, wie sich gezeigt habe, zudem auch noch über die freiwilligen Verpflichtungen hinaus.

Beim Drachenbootrennen auf der Lahn im vergangenen Jahr erreichten die Vereinsmitglieder auf Anhieb den dritten Platz. In diesem Jahr sei das Ziele jedoch noch höher gesteckt.

Fritz Rein verabschiedet

Mit einer gemeinsamen Wanderung gehe es im April weiter, das Würstchenbraten werde es auch wieder geben.

Dennoch begleitete ein Wermutstropfen die Versammlung. Fritz Rein, der mehr als 40 Jahre in der Einsatzgruppe aktiv war und 1966 schon Mitglied in der Jugendabteilung wurde, scheidet aus Altersgründen aus der Einsatzgruppe aus. Jedoch werden schon bald zwei Mitglieder aus der zehnköpfigen Jugendabteilung nachrücken.

Und noch eine Veränderung steht an: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte arbeitet eine Frau im Vorstand mit. Silke Rein ist die neue Schriftführerin des Vereins. Dieser Posten musste am Samstagabend außerhalb des fünfjährigen Turnus neu besetzt und nachgewählt werden. Ihre Kandidatur wurde einstimmig angenommen.

von Elvira Rübeling

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