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Wärmere Tage bedeuten schlechteres Fernsehbild

Ortsbeirat Amönau Wärmere Tage bedeuten schlechteres Fernsehbild

Wenn die Tage länger werden und die Bäume höher wachsen gibt‘s ein verkrisseltes Fernsehbild. Kein Scherz, sondern die Wahrheit in der Talstraße in Amönau, wo der Frühling nicht nur erfreuliche Seiten hat.

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Bei den Bewohnern der Talstraße wird das Fernsehbild schlechter, wenn die Bäume im Frühjahr Laub bilden und höher wachsen. Abhilfe gegen den gestörten Satellitenempfang wird dringend gewünscht.Fotos: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Amönau. Die öffentliche Sitzung des Ortsbeirats Amönau hatte am Dienstag viel Publikum. Denn es wurden gleich zwei Bürgeranliegen besprochen, bei denen jeweils die Standpunkte der betroffenen Amönauer angehört wurden.

Heinrich Reh von der Stadtverwaltung und mit ihm ein Experte waren gekommen, um sich mit einem sehr speziellen Anliegen auseinander zu setzen. Für zwanzig Anwohner der Talstraße ist der Frühlingsbeginn nicht nur ein Grund zur Freude. Sobald die Tage wärmer werden, haben sie keinen Fernsehempfang mehr. Seit dem Jahr 2006 hatte sich die Bildqualität stetig verschlechtert.

Der Grund: In den vergangenen Jahren wuchsen die Bäume im Wald oberhalb der Talstraße naturgemäß immer höher.

Setzt im Frühling die Belaubung ein, bleibt den Anwohnern das Bild weg. Eine Familie griff nun schon ein und installierte ihre Satellitenschüssel auf dem Dach eines Hauses auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Dort gibt es Empfang.

Heinrich Reh versprach, die Besitzverhältnisse für die dafür verantwortlichen Bäume zu klären, die teils dem Gemeindewald, teils aber auch einem Interessentenwald zugehörig sind. Dort wird es schwierig sein, die jeweiligen Besitzer zu finden.

Ein Elektriker gab Auskunft über Lösungsmöglichkeiten und Alternativen. Für ihn sei ein Fällen oder Beschneiden der störenden Bäume keine Lösung. Das Problem werde man damit nicht dauerhaft lösen können. Sobald andere Bäume ebenso hoch wachsen, bliebe wiederum das Bild weg.

Viel besser sei es, so der Sachverständige, eine Satellitenzentralanlage zu installieren, an die sich die betroffenen Anwohner dann mittels Kabelverbindung anschließen könnten. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten mit verschiedenen Kostenfaktoren. Die Kosten würden sich aber heruntergerechnet auf die Beteiligten und verteilt auf fünf Jahre keine Mehrkosten zum jetzigen Modell verursachen.

Der Stadtverordnete forderte die Betroffenen auf, sich zusammenzufinden und eine gemeinsame Lösung zu suchen.

nIm Ortsbeirat stand auch Wunsch der Amönauer Jugendlichen nach einer Fahrrad- Crosstrecke auf der Tagesordnung. Obwohl die Jugendlichen ausdrücklich zu der Sitzung eingeladen worden waren, ließ sie Armin Hammel, in Vertretung der erkrankten Ortvorsteherin Sigried Diehl, kaum zu Wort kommen. Lieber wollte er direkt zum nächsten Punkt, der anstehenden Aktion "saubere Landschaft", überleiten.

Auf Nachfrage aus dem Publikum stellte sich heraus, dass die Jugendlichen schon seit einem Jahr auf die Verwirklichung dieses Anliegens drängen. Es besteht die Möglichkeit einer Naturcross-Bahn, die sie selbst mitgestalten wollen und die sie ausdrücklich bevorzugen oder einer so genannten mobilen Strecke.

Bisher scheiterte das Vorhaben an der Suche nach einem geeigneten Platz. Vorgesehen ist ein Grundstück nahe dem Sportplatz. Die Jugendlichen betonten, dass das Vorhaben nun möglichst schnell realisiert werden solle und sie sich auch mit wenigen Rampen zufrieden geben würden.

Hammel beschloss eine Verschiebung des Themas. In 14 Tagen solle man sich noch einmal gemeinsam mit Ortsvorsteherin Diehl treffen und alles besprechen. "Die Jugendlichen haben in den vergangenen Jahren bei solchen Aktionen immer mitgeholfen", so kam es aus dem Publikum. "Jetzt kann der Ort auch mal was für sie tun."

von Kristina Gerstenmaier

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