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Nordkreis Wärme für alle - regenerativ erzeugt
Landkreis Nordkreis Wärme für alle - regenerativ erzeugt
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18:02 24.07.2012
Die Grundschule (Foto) die Lahnfelshalle und der Kindergarten befinden sich in Goßfelden in unmittelbarer Nachbarschaft. Sie könnten deshalb leicht aus einer Hand mit Wärme versorgt werden. Quelle: Thorsten Richter
Goßfelden

Einstimmigkeit im Lahntaler Gemeindeparlament: Der Gemeindevorstand soll in Goßfelden mit dem Kreisausschuss des Landkreises sowie mit den Firmen Stadtwerke Marburg und Potential Energie GmbH& Co. KG aus Marburg eine kooperative regenerative Wärmeversorgung mittels regional erzeugter Biomasse für die Otto-Ubbelohde-Schule, die Lahnfelshalle und die Kindertagesstätte aufbauen.

Die Einstimmigkeit im Parlament wurde sogar ohne Aussprache herbeigeführt. Die Vorteile für die Gemeinde liegen auch deutlich auf der Hand. So müsste sie im Falle einer Umsetzung keine eigene Heizanlage mehr in der Lahnfelshalle betreiben, sondern die Wärme über einen Wärmeliefervertrag von den Stadtwerken Marburg beziehen.

„Für die Gemeinde entfallen so die Kosten für eine Erneuerung der Heizanlage, die 2013 abgeschrieben ist und die Kosten der laufenden Unterhaltung“, sagt Lahntals Bürgermeister Manfred Apell. Durch die Errichtung einer gemeinsamen Wärmeversorgung mit der Otto-Ubbelohde-Schule und die Umstellung auf eine regenerative Energieversorgung könnte möglicherweise auch eine leichte Reduzierung der derzeitigen Energiekosten in Höhe von 20000 Euro im Jahr erreicht werden. Die Stadtwerke könnten die derzeitige Wärmeerzeugungsanlage kostenfrei übernehmen, den bestehenden Kessel auf Erdgasbetrieb umrüsten und den Heizöltank zurückbauen. Die benötigten Räume für die Holzhackschnitzelkesselanlage einschließlich Kessel würde die Gemeinde kostenfrei zur Verfügung stellen.

Anliegerversammlungfür Ende August geplant

So erhielten der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Gemeinde Lahntal eine von eigenem Personal unabhängige Versorgungssicherheit. Und es würde dennoch eine effiziente regionale Brennstoffversorgung aufgebaut. Nach ersten Berechnungen könnten so 108 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden. Das seien rund 71 Prozent gegenüber dem Istzustand.

Der Anschluss an die gemeinsame Wärmeversorgungsanlage soll zudem, so weit wirtschaftlich vertretbar, auch interessierten Mitbürgern aus Goßfelden angeboten werden.

Derzeit geht Apell davon aus, dass Ende August eine entsprechende Anliegerversammlung stattfinden kann, während der genauere Informationen gegeben werden können.

von Götz Schaub

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