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Nordkreis Vorsicht geboten: Warenbetrug im Internet floriert
Landkreis Nordkreis Vorsicht geboten: Warenbetrug im Internet floriert
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19:56 01.12.2011
Das Rathaus der Gemeinde Münchhausen. Seit August belasten Unbekannte immer mal wieder die Gemeindekasse durch Bestellungen im Internet. Quelle: Götz Schaub

Marburg. Der Einkauf via Internet ist ungebrochen auf dem Vormarsch. „Allein in diesem Jahr erwarten wir beim Online-Geschäft ein Wachstum von 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010“, sagt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels.

Er ist überzeugt: Die meisten Online-Händler bieten  ihren Kunden neben tollem Service auch erstklassige Sicherheitsstandards. Der stressfreie Online-Einkauf überzeugt zunehmend auch die an Lebensjahren etwas älteren Nutzer, die wiederum über weniger Erfahrung mit unseriösen Anbietern verfügen.

Die Polizei registrierte im Vorjahr 107.456 Fälle von Waren- und Warenkreditbetrug. 7 722 davon wurden in Hessen erfasst. Dabei kann es jeden treffen. In erster Linie diejenigen, die ihre Daten im Internet nicht ausreichend schützen oder zu offenherzig damit umgehen. Allerdings gehen Betrüger auch immer dreister vor.

Wer etwa „Pharming“-Opfer wird, merkt dies erst beim Blick auf den Kontoauszug. Bis dahin hat der Betrüger schon längst seine Ware erhalten und seine Spuren verwischt. Beim Pharming gelangt ein Programm unbemerkt auf den Computer, späht dort die Konto-Geheimzahlen aus und leitet sie an den Betrüger weiter. Eine solche Erfahrung machte jüngst die Gemeinde Münchhausen. Neunmal gaben Unbekannte die Gemeinde als Auftraggeber für ihre Einkäufe an.

von Götz Schaub

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