Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Von der Faszination des Fliegens

Aktionstage Von der Faszination des Fliegens

Die riesigen Hallentore auf dem Schönstädter Flugplatz waren weit geöffnet. Zwei Tage bot der Kurhessische Verein für Luftfahrt einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Bandbreite des Fliegens näher kennenzulernen.

Voriger Artikel
„Paradies“ lädt zum Seele-baumeln-Lassen ein
Nächster Artikel
Traditionelles, Tänze und Musik

Jungpilot Felix Trapp (15) erklärt Besucherin Antonia Bodenbender den Flugsimulator. Mehr als 2000 Arbeitsstunden steckten die Mitglieder des Kurhessischen Vereins für Luftfahrt in dessen Entwicklung.

Quelle: Nadine Weigel

Schönstadt. „Das Seil, mit dem das Motorflugzeug den Segelflieger nach oben zieht, ist ganze sechs Millimeter stark, besteht aus Kunststoff und ist etwa 40 Meter lang“, informiert Ansager Tobias Fromhold die Besucher, als der Start eines Schleppzugs erfolgt. Insgesamt mögen es wohl 100 Starts und Landungen pro Tag gewesen sein, die an beiden Aktionstagen auf der 750 Meter langen Start- und Landebahn zu sehen waren.

Von Motorflugzeug über Segelflieger und Heißluftballon bis hin zum Modellflugzeugbau reicht die Bandbreite der Aktivitäten des bereits im Jahre 1909 gegründeten Vereins. Allesamt werden sie demonstriert, zum Teil können sie auch von Interessierten ausprobiert werden. Da fliegen schon mal Modellflugzeuge zu aktuellen Musikstücken akrobatisch durch die Luft oder ein besonderes Motorengeräusch kündigt die Landung eines historischen Doppeldeckers an.

Wer nicht in die Luft gehen mag, für den steht ein Flugsimulator bereit, um einen ersten Eindruck vom Fliegen zu bekommen. In den Hallen kommt der Besucher dicht an Motor- wie auch Segelflugzeuge heran, die zur genaueren Betrachtung einladen. Ein echter Blickfang ist der zweisitziger Tragschrauber „Little Nellie“, die kleine Variante eines Helikopters, der häufig für wissenschaftliche Zwecke genutzt wird.

Weiterhin haben die Vereinsverantwortlichen eine kleine Ausstellung zusammengestellt, die bis in jene Tage zurückreicht, in der noch auf den Marburger Afföllerwiesen gestartet und gelandet wurde.

„Natürlich wollen wir mit solchen Tagen Interesse wecken und neue Mitglieder werben“, sagt Pressesprecher Werner Hoffarth und ergänzt: „Bereits mit 14 Jahren kann man eine Flugausbildung beginnen und mit 16 seinen Flugschein erwerben.“ Wie auf Bestellung kommt mit Andreas Hof der aktuell jüngste Flugschüler des Vereins vorbei und berichtet stolz, dass er seit 1. Juli bereits 21 Starts absolviert hat.

Am nächsten Samstag, 11. August, bietet der Kurhessische Verein für Luftfahrt ein Schnupperfliegen auf einer Cessna 172 an, wo man den gewonnenen Flugspaß gerne prüfen kann. Der 14-jährige Andreas verdreht beim Wort „Fliegen“ schon mal die Augen und spricht in seiner Begeisterung von einer regelrechten Sucht.

von Heinz-Dieter Henkel

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr