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„Demokratie braucht den Wechsel“

Volker Carle kandidiert nicht mehr „Demokratie braucht den Wechsel“

Es ist eine Entscheidung, die er sich nicht leicht gemacht hat, aber sie ist unumstößlich: Im Mai 2019 wird Carle definitiv nicht mehr Chef der Cölber Verwaltung sein.

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Cölbes Bürgermeister Volker Carle (parteilos) stellt sich nicht mehr zur Wiederwahl.

Quelle: Thorsten Richter

Cölbe. Bis zum Ende seiner Amtszeit ist es noch etwas hin. Und Cölbes Bürgermeister Volker Carle verspricht, bis dahin im Engagement nicht nachzulassen. „Dazu bin ich zu gerne Bürgermeister“, sagt er. Doch er sagt auch: „Demokratie braucht den Wechsel. Und für mich ist nach drei Wahlperioden der Zeitpunkt gekommen, aufzuhören.“

Der Entschluss dazu stand bereits länger fest, eigentlich schon seit seiner erstmaligen Wahl zum Bürgermeister. „Ich habe dort einmal gesagt, dass ich gerne für drei Wahlperioden zur Verfügung stehe, wenn man mich so lange haben will“, sagt Carle. Nun ist es ihm ernst damit. Und er will auf jeden Fall den Fraktionen in Cölbe ausreichend Zeit geben, auf diese neue Situation reagieren zu können, etwa mit dem Entschluss, einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken, wie es die CDU noch in Unkenntnis seiner Entscheidung bereits getan hat. Und er möchte auch, dass seine Mitarbeiter frühzeitig wissen, dass sie im Mai 2019 einen neuen Verwaltungschef oder vielleicht eine neue Verwaltungschefin bekommen. Er setzte sie gestern Abend davon in Kenntnis.

Volker Carle ist 55 Jahre alt. Für ihn ist mit Ablauf dieser Wahlperiode der Moment gekommen, sich noch einmal auf etwas anderes zu konzentrieren. Sechs Jahre später sei dies nicht mehr so möglich, meint er.

Politisch will er sich nicht mehr in Cölbe engagieren

Er kann sich sehr gut vorstellen, in Cölbe beheimatet zu bleiben, weil es ihm dort gefällt und er sich „pudelwohl“ fühlt. Davor müsse aber ein Nachfolger keine Angst haben, politisch werde er sich in Cölbe nicht mehr engagieren und auch keine politischen Entscheidungen kommentieren. „Ich spiele sicher auch nicht die graue Eminenz. Dann sind andere dran, ich werde mich da ganz sicher nicht mehr einmischen“, sagt Carle.

Was er jedoch für Pläne hat, möchte er nicht öffentlich ausbreiten. „Als Bürgermeister stehe ich in der Öffentlichkeit. Das ist auch okay so. Aber wenn ich das nicht mehr bin, bin ich ein Privatmensch wie jeder andere auch.“

Allerdings hat er als amtierender Bürgermeister noch einige Ziele und Ideen, die er in den nächsten Monaten erreichen beziehungsweise umsetzen will. Ein Bericht dazu folgt.

von Götz Schaub

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