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Nordkreis Verstimmungen im Cölber Chor
Landkreis Nordkreis Verstimmungen im Cölber Chor
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20:17 30.01.2011
Ein Bild, das Einigkeit suggeriert: Die Vorstandsmitglieder Wolfgang Herrling (von links), Hans-Albert Dick, Hans Schultz, Hans Junker, Rolf Voigt und Heinz Wilhelm Wilke mit Chorleiter Uwe Gerike.

Cölbe. Nach vorheriger Ankündigung beim Vorstand überreichte Chorleiter Uwe Gerike bei der Jahreshauptversammlung, zu der am Freitag 45 Teilnehmer ins Vereinsheim kamen, seine Kündigung zum 31. März 2011.

Völlig die Tür zuschlagen und plötzlich im Regen stehen lassen will Gerike aber den Chor, den er seit fünf Jahren erfolgreich leitet und der nach wie vor durch niveauvolle und klangstarke Auftritte überzeugt, offenbar nicht. Er erklärte, noch bis Ende Juni zur Verfügung stehen zu wollen. Genügend Zeit also, um das Vertrauensverhältnis zwischen Sängern und musikalischem Leiter wiederherzustellen.

Nachdem er zunächst in seinem Bericht über das vergangene Jahr geurteilt hatte, dass der Chor seine musikalische Qualität gehalten habe, ohne Fort- oder Rückschritte zu machen, und das mit „sehr gut“ beurteilte „Abendrot“ von Franz Schubert beim Wertungssingen, das „Halleluja“ beim Weihnachtskonzert und, als besten Vortrag des Jahres, den Auftritt zum Reformationstag in der Kirche hervorgehoben hatte, ging er zu den Gründen für seine Kündigung über.

Gerike zählte ein ganzes Bündel an Vorkommnissen auf, die ihm die Arbeit schwer machten, ihn zum Teil sogar brüskiert hatten. „Nach fünf Jahren in Cölbe bin ich zu der Meinung gelangt, dass ich hier nicht weiter komme. Ich habe die Fehler bei mir gesucht und im November festgestellt, dass es nicht an mir liegen kann und ich so nicht weiter machen will“, erklärte er.

von Manfred Schubert

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