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Ungeliebte Brücke bleibt bestehen

Caldern Ungeliebte Brücke bleibt bestehen

„Keiner will sie, kaum einer benutzt sie“, dennoch wird die Gemeinde Lahntal die Fußgängerbrücke über die Landesstraße 3092 erhalten müssen.

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Die Fußgängerbrücke verbindet das Neubaugebiet Stetefeld mit dem Ortskern von Caldern.

Caldern. Großes Interesse seitens der Anlieger des Wohngebietes „Stetefeld“ herrschte beim Ortstermin in Caldern. Die Fußgängerbrücke, die das Wohngebiet Stetefeld mit dem Ortsteil Caldern verbindet, wurde im Jahr 1996 für damals 190000 Mark von der Gemeinde errichtet. Inzwischen befindet sich das Bauwerk in einem ungenügenden Erhaltungszustand.

Keiner will sie, kaum einer benutzt sie, aber dennoch sei die Fußgängerbrücke, die aufgrund eines gefassten Beschlusses im Bebauungsplan von 1969 enthalten ist, eine Verpflichtung und von daher unumgänglich, sagte Bürgermeister Manfred Apell. Er klärte auch insbesondere über die rechtliche Komponente und Haftungsverpflichtung der Gemeinde Lahntal auf. Und wie bei allen Projekten, für die zufriedenstellende Lösungen für alle gefunden werden müssen, sei letztendlich die Kostenfrage die alles entscheidende.

„Wir werden die Brücke sanieren, aus unserer Sicht ergibt sich keine andere Alternative“, so Apell abschließend.

Die Ausführungen von Willi Kunze, Regionaler Bevollmächtigter von Hessen Mobil, stützten ebenfalls die Argumentation für die Sanierung, auch weil einfach keine anderen Maßnahmen zugunsten des Fußgängerschutzes an dieser Stelle zu realisieren seien.

Dennoch soll geprüft werden, ob im unteren Teil der Straße in Höhe der Einmündung zum Maueracker eine Querung der Straße möglich gemacht werden könne. Dadurch würde dann gegebenenfalls der behindertengerechte Ausbau der Fußgängerbrücke nicht mehr zwingend und andere Varianten möglich.

Mit rund 55 000 Euro sei die Sanierung, die in drei Schritten erfolgen soll, veranlagt. Vorort klärte der damalige Erbauer Thomas Pfeiffer vom Büro Pfeiffer + Schmidt über die geplanten Maßnahmen auf, die von den zuständigen Gremien noch beschlossen werden müssen.

In diesem Jahr soll zunächst der Brückenbelag, der mit rund 10 000 Euro veranschlagt ist, erneuert werden. Im Jahr 2013 der Treppenturm, der mit rund 16500 Euro angesetzt ist. Im dritten Jahr werde mit einem Überbau, der mit rund 21 000 Euro zu Buche schlägt, die Sanierung abgeschlossen.

von Elvira Rübeling

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