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Und die Wehr macht den Dreck weg

Freiwillige Feuerwehr Simtshausen Und die Wehr macht den Dreck weg

Vorerst keine Entlastung für den Vorstand der Feuerwehr Simtshausen: Das lag aber nicht am Misstrauen der Mitglieder, sondern an einem krankheitsbedingten Ausfall.

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Der stellvertretende Wehrführer der Feuerwehr Simtshausen, Stefan Block (von links) mit Wehrführer Dennis Koch, dem Vorsitzenden Matthias Schneider und Schriftführerin Sandra Kramer.

Quelle: Manfred Schubert

Simtshausen. Die auf der Tagesordnung stehenden Neuwahlen des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden fanden nicht statt, da der Kassierer krankheitsbedingt nicht an der Jahreshauptversammlung teilnehmen und seinen Bericht nicht vorlegen konnte. Folglich konnte dem Vorstand vorerst keine Entlastung erteilt werden.

Der Kassenbericht soll im April nachgeliefert werden. Der Vorstand schlug vor, auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu verzichten und die Wahlen auf nächstes Jahr zu verschieben. Der entsprechende Beschluss durch die Mitglieder fiel einstimmig aus.

Wehrführer Dennis Koch berichtete den 39 Versammlungsteilnehmern im Feuerwehrgerätehaus, dass die aus drei Frauen und 23 Männern bestehende Einsatzabteilung im vorigen Jahr zu drei Brand- und sechs Hilfeleistungseinsätzen ausrücken musste. Dabei kamen 140 Einsatzstunden zusammen, bei Diensten und Übungen weitere 1.014 Stunden.

Im Januar gab es einen kleinen, durch heiße Asche verursachten Brand der Böschung am Bahndamm, im November einen durch einen Wäschetrockner ausgelösten Kellerbrand in Wollmar. Der größte Einsatz mit Beteiligung von Wehren aus Münchhausen, Wetter und Marburg fand beim Waldbrand auf etwa 4.000 Quadratmetern Fläche im Bereich der Kreisstraße zwischen Simtshausen und Mellnau im Juni statt. Die Ursache sei nicht geklärt, vermutet wurde, dass eine alte Granate „dem Zahn der Zeit und der Hitze des Tages zum Opfer fiel“.

Hilfe leisteten die Feuerwehrleute unter anderem nach Rohrbrüchen in Gebäuden und durch Beseitigung von Ölspuren auf Straßen. Einmal mussten Erdhaufen von der L 3090 geräumt werden, wobei die eigentlich zuständige Simtshäuser Wehr den Niederaspher Kameraden die Einsatzstelle ausleuchtete.

Ortsvorsteher Michael Haubrok-Terörde ergänzte dazu, dass er die Polizei wegen dieser Verschmutzung und für die Nacht angesagten Regens, der zu schmieriger Fahrbahn geführt hätte, angerufen hatte. Diese wies auf den Feierabend der Straßenmeisterei um 16 Uhr hin und verständigte dann die benachbarte Wehr.

Der Ortsvorsteher mahnte Fahrer landwirtschaftlicher Fahrzeuge, dass solche Verschmutzungen Menschen in Schwierigkeiten bringen können. Die Feuerwehr sei oft „der Dumme“, der das anstelle der Straßenmeisterei abwickeln müsse. Gemeindebrandinspektor Bernd Berghöfer berichtete unter anderem, dass neben dem Bau der Fallleitung von Münchhausen her zwei geplante 50-Kubikmeter-Zisternen bei der Firma Hinkel und am Festplatz die Löschwasserversorgung in Simtshausen verbessern sollen.

von Manfred Schubert

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