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Ubbelohde-Dorf will sein Erbe aufwerten

Freundeskreis Ubbelohde-Dorf will sein Erbe aufwerten

Otto Ubbelohde war ohne Zweifel der berühmteste Bürger, der in Goßfelden gewohnt hat. Kein Wunder, dass man das Andenken an den Maler und Illustrator bewahren und mehr Menschen für ihn interessieren will.

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Karlheinz Görmar unterhält sich im Ubbelohde-Haus in Goßfelden mit Brigitte Ubbelohde-Döring, der Großnichte Otto Ubbelohdes.

Quelle: Michael Agricola

Goßfelden. Das Erbe Ubbelohdes, vor allem das (Museums-)Haus und den Garten, zu bewahren, darum soll sich neben der bestehenden Ubbelohde-Stiftung künftig vor allem ein Förderverein oder Freundeskreis kümmern. Denn die, die das Ubbelohdehaus bisher in erster Linie durch ihren persönlichen Einsatz am Leben erhalten haben, sind in einem Alter, in dem sie Unterstützung durch jüngere Helfer gebrauchen können. „Hannah und Otto Ubbelohde haben uns mit ihrem Haus und dem großen Garten in Goßfelden ein einmaliges Erbe hinterlassen. Dieses zu unterhalten und das Museum für interessierte Besucher an Wochenenden zu öffnen, übersteigt inzwischen aber die Kraft und die Möglichkeiten der Otto-Ubbelohde-Stiftung“, so Lahntals Bürgermeister Manfred Apell.

Die Großnichte des Künstlers, Brigitte Ubbelohde-Döring und der Stiftungsvorsitzende Ludwig Rinn hätten den Museumsbetrieb in den vergangenen Jahren nahezu allein gewährleistet. „Wir sind finanziell nicht so ausgestattet, das wir ein solches Museum professionell betreiben lassen könnten. Deshalb hoffen wir, dass es uns gelingt, mehr Leute dafür zu gewinnen, sich ehrenamtlich für das Erbe Otto Ubbelohdes einzusetzen“, sagt Apell. Ziel des Freundeskreises solle daher besonders die ideelle und personelle Unterstützung der Museumsarbeit sein. Während die Otto-Ubbelohde-Stiftung sich eher als Vermögenverwalterin der Hinterlassenschaft sieht, könne ein Verein diese Aufgaben durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoren übernehmen.

Ein erstes Treffen hat es dazu im Oktober gegeben, im neuen Jahr sollen weitere Schritte folgen. Gedacht sei, so Ludwig Rinn, an eine Rückführung der Gärten in den Zustand um die Jahrhundertwende, um den Landschaftsvorstellungen Ubbelohdes möglichst nahe zu kommen. Um einen Teil des Anwesens, die Herrichtung der Gartenanlage und deren Pflege, würde sich Ortsbeirätin Barbara Seitz gern gemeinsam mit weiteren ehrenamtlichen Helfern kümmern. Daneben sollte der Freundeskreis vor allem die Öffnungszeiten des Ubbelohde-Hause sicherstellen. Ein zweites Vorhaben – zunächst einmal unabhängig von einem Ubbelohde-Freundeskreis – zielt auf die Besucher, die Ubbelohdes wegen den Weg nach Goßfelden finden. Bislang gab es für sie in Goßfelden zwei Fixpunkte: Das Museum und das Grab des Künstlers auf dem Goßfeldener Friedhof. Ein Rundweg soll diese Punkte nun quasi verbinden.

von Michael Agricola

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